2. Jan Wagner

Shownotes

Jan Wagner ist ein Musikproduzent aus Sigmaringen. Er ist schon lange im Kultur Bereich tätig und hat einige interessante Dinge zu sagen.
Viel spaß mit der neuen Folge.

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00:00:01: Kunst und Kröten, der Podcast.

00:00:03: Der Schluss macht mit dem Mythos das Kunst-und Geld nicht zusammengehören.

00:00:10: Hier treffen kreative Köpfe spannende Geschichten und harte Fakten aufeinander.

00:00:15: Was ist Kunst wirklich wert?

00:00:18: Wie kommt die Kohle rein Und warum darf Leidenschaft auch ein gutes Geschäft sein?

00:00:27: Ein Produzent und Musiker, der noch daran glaubt dass man Kunst einfach machen muss.

00:00:33: Und etwas über den Tellerrand schauen sollte.

00:00:36: Wagt es macht es spürt es viel Spaß beim zuhören und bleibt kreativ.

00:00:47: Also dann willkommen Jan in meinem Podcast Kunst & Kröten.

00:00:56: Jetzt haben wir ein Teil vom Vorgespräch nicht mit aufgenommen, aber eigentlich habe ich ja nur erklärt um was es geht so im Allgemeinen.

00:01:05: Es geht eigentlich nur darum wie man finanziell Kunst für sich meistert und wie man sie in sein Leben integriert auf eine Art und Weise Und ich das einfach für mich und alle anderen die's hören wollen rausfinden will.

00:01:22: und besonders Interessant in diesem Fakt finde ich die verschiedenen Facetten einfach mitzukriegen, weil bei mir war das nie so ein Thema.

00:01:35: Ich habe mich ja gesehen, war es nie ein Thema ob man mit Kunst irgendwie im Leben was erreichen kann oder durchkommen kann oder was auch immer und deswegen finde ich das interessant mit verschiedenen Leuten die ich kennenlernen Die Lust darauf haben, da ein bisschen durchzugehen und zu sehen was wie ihr Leben so damit läuft.

00:01:57: Und wie sie Kunst machen und sie auch irgendwo muss man sagen richtig vermarkten können.

00:02:08: Da bist du jetzt mein zweiter Gast sozusagen deswegen vielen Dank!

00:02:16: Ich würde auch gleich einsteigen mit einer ganz einfachen Frage aber eigentlich sehr wertvoll, wie du was dich so... Was bedeutet dir, Kunst und Kultur zu schaffen?

00:02:30: Zu machen und zu konsumieren?

00:02:32: irgendwo ja auch.

00:02:34: Das ist also erstmal vielen Dank dass ich dabei sein darf und dass sich deine Fragen beantworten darf.

00:02:40: und das ist ganz und gar keine einfache Frage.

00:02:43: es ist eine ziemlich schwere schwierige und vor allem auch tiefgreifende Frage weil kann man ein bisschen unterscheiden zwischen denen, die Kunst und Kultur genießen.

00:02:55: Also dies hören oder sehen oder auf Ausstellungen gehen oder ins Theater oder ins Kino.

00:03:00: Das gehört ja alles dazu.

00:03:01: Oder die Menschen, die dann schon fast ein bisschen verdammt sind das zu machen?

00:03:07: Für mich was ich in meiner bisherigen Laufbahn erlebt habe ist dass alle kulturschaffenden und kreativen Menschen, dass sie ein inneres Verlangen haben das Machen zu müssen dass es gar nicht anders geht.

00:03:22: Dass das eine kreative Energie ist, die man in sich trägt und ich glaube, dass viele Menschen das in sich tragen aber nur die wenigsten können, das wirklich rauslassen sei es darum ob der Familie Background ist oder ob das der eigene Mumm ist das zu machen oder nicht?

00:03:42: und deswegen ist Kunst und Kultur für mich im Begriff weil ich Kunst und Kultur jeden Tag lebe.

00:03:49: ich mache jeden Tag Musik und gebe mich jeden Tag mit Musik oder mit Kreativen, oder mit kulturschaffenden.

00:03:54: Für mich ist das Alltag!

00:03:56: Ich habe aber verstanden dass es für andere kein Alltag ist.

00:04:00: Ich habe auch verstanden, dass andere Menschen – ich würde behaupten – ninety-fünf Prozent der anderen der Menschheit, dass die nicht so ticken wie kultureschaffende oder wie kreative Menschen.

00:04:12: Und ich hab lange gebraucht zu verstehen dass wir kreative Menschen einen anderen Rhythmus haben.

00:04:19: Deswegen ist, um deine Frage zu beantworten Kunst und Kultur sind für mich ein kreatives... das Verlangen sich kreativ auszudrücken Und es ist allumfassend in meinem Leben, in meinem Sein, in meinen Denken wie ich sehe Ich sehe Bilder, ich höre da Musik Und ich glaube nicht, dass es bei anderen, dass's bei allen so ist.

00:04:44: Deswegen ist das für mich Alles und nichts tatsächlich.

00:04:52: Du hast gesagt, du musst es lernen neu damit umzugehen dass das nicht für jeden ertäglich ist, kreativ oder Kultur zu schaffen.

00:05:04: Gab's da eigentlich so eine Art Schlüsseerlebnis wo du gemerkt hast okay für mich ist es jetzt ertäglich Und du sozusagen nochmal rausgeworfen wurdest aus diesem alltäglichen und der andere Sicht noch mal bekommen hast, dass es für manche eben was nicht alltäckelich ist schon fast.

00:05:22: Was sehr wertvolles weil's eben nicht so häufig für sie passiert kreativ zu sein.

00:05:30: So ein richtiges Schlüsserlebnis.

00:05:31: das hatte ich nicht.

00:05:32: Ich hatte einen zwei Momente in meinem Leben wo die Weichen, wo ich zum Teil die Weiche gestellt habe oder mir die weichen gestellt wurden.

00:05:41: Ich hatte relativ früh, durch das dass mein Vater auch Musiker ist und Musiklehrer ist hatten wir in der Musikschule, hatte ich immer die Möglichkeit Musik zu machen.

00:05:53: Und weil mein Vater interessiert war aufzunehmen, habe ich da mit vierzehn das erste Mal mit einer ganz billigen Soundkarte Sachen aufgenommen.

00:06:07: unterstützt haben und sie haben nicht aktiv gesagt, dass ich irgendwas machen soll sondern Sie haben mich einfach machen lassen.

00:06:12: Das war für mich ein riesengroßer Vorteil weil für mich das dann alles normal war.

00:06:19: Für mich war es normal, dass sich an den Computer gehe und Sachen aufnehmen, für mich war's normal, daß ich mich ans Klavier setze, Mikrofone ran halte und schaue hey guck mal wie klingt das?

00:06:29: Ich musste mich nie behaupten oder ich musste nie nach etwas fragen, weil ich das immer alles durfte.

00:06:35: Das ist ein großes, großes Glück und das weiß ich ziemlich zu schätzen dass sich das machen durfte.

00:06:39: Deswegen ist auch was ich vorhin meinte für mich muss ich das erst realisieren und verstehen dass es bei den meisten Menschen nicht so ist, dass die nicht jeden tag alltäglich an Instrumente sich setzen können und aufnehmen können in mein Fall jetzt Produzent zu werden.

00:06:53: Für mich war relativ schnell klar Ich möchte weil ich ganz früh mit vielen Menschen aufgenommen habe irgendwelche Bands hatte oder gerappt hab oder ich hab die Beats gebaut Diese Magie im Studio mit jemandem zu sein, das macht schon fast süchtig.

00:07:07: Und als ich vierzehnt bin war klar, ich will das machen.

00:07:10: Ich würde es einfach weitermachen.

00:07:13: Ich hatte gar nicht einen Beruf gedacht, sondern es war... ...ich will das einfach

00:07:16: machen.".

00:07:18: Sie ist das dann immer noch nicht als Beruf an sich?

00:07:22: Ja, für mich ist das kein Beruf.

00:07:24: Für mich ist dass eine Berufung und um ehrlich zu sein ist das Fifty-Fifty.

00:07:31: Es ist einerseits Ein Glück.

00:07:35: Und andererseits ist es auch ein ganz schöner Fluch, weil... und das klingt total... ja ich weiß gar nicht, ich finde gar kein Wort dafür aber das klingt so... Ich kann nichts anderes!

00:07:50: Ich muss das machen.

00:07:52: Wenn ich was anderes mache zum Geld verdienen oder sonst irgendwas andere Jobs dann geht's mir nicht gut.

00:07:59: Das klingt total herablassend oder sonst was.

00:08:02: ich hab überhaupt nicht, sondern das ist der Fluch damit dass Menschen kreative KünstlerInnen sich unglaublich schwer tun in einen nine to five Gehege zu passen.

00:08:15: Dass sie sagen Sie gehen um neun zur Arbeit und können um fünf wieder ab.

00:08:19: Das schaffen die meisten kreativ schaffenden ganz ganz ganz schwer oder mit ganz viel Durchhalte vermögen oder sie gehen halt daran kaputt.

00:08:29: Und deswegen ist das für mich, dass ganze Musik machen mit kreativen Menschen arbeiten dabei zu sein sie zu begleiten.

00:08:36: Das ist für mich Berufung ich lebe das Ich mag das unglaublich gern.

00:08:42: Könnte mir nichts anderes vorstellen.

00:08:43: um ehrlich zu sein

00:08:45: und du hast es ja schon mit sehr früh also in deinem Leben sehr früh Für dich festgestellt dass es so Seinen soll oder so für dich berufen ist Produzent zu sein.

00:08:57: Aber was mich jetzt interessiert ist, wie kommst du dann so rein?

00:09:00: Weil ob jetzt Produzent sein oder Musiker oder was auch immer.

00:09:04: Ist ja immer sehr schwer seine irgendwo reinzukommen weil geht viel über Kontakte und dann kann man mal da ins Studio gehen und dann lernt man den kennen.

00:09:16: Wo gab es für dich Momente die wo du wusstest okay im Nachhinein gesehen?

00:09:23: haben ich irgendwie in Pult an Leuten reingezogen?

00:09:28: Ja, auf jeden Fall.

00:09:29: Ich hatte mit siebzehn war ich das erste Mal im Fauststudio was glücklicherweise im Nachbarort war wo ich aufgewachsen bin und da hat mich mein damaliger Schulfreund hingezogen weil er da seinen Schulpraktikum gemacht hat.

00:09:46: Ich war so beleidigt darauf, weil der wusste dass sich unbedingt auch in den Studie will und gesagt du musst mich mitnehmen.

00:09:51: Und dann bin ich mitgegangen und bin dann nicht mehr gegangen.

00:09:55: um ehrlich zu sein, ich bin dann einfach da geblieben weil mich das fasziniert hat.

00:09:59: Ich weiß noch mein erstes Mal als ich da drin war, das war auch ein Schlüsselerlebnis könnte man sagen.

00:10:03: Da waren Produzenten von Kylie Minogue da, da war Bruno Gebhardt da den du ja auch kennengelernt hast er ganz lange mit Conny Plunk gearbeitet hat, der war sein letzter Engineer.

00:10:13: Hans-Jaren Irmler, meinen Mentor war da dem ihr auch des Studio gehört, das Fauststudio.

00:10:19: die saßen alle an einem Tisch und haben Kaffee getrunken und ich als siebzehnjähriger Stäpsel mit Beggy Pans habe einfach nur Riesen Augen gehabt.

00:10:29: Ich dachte krass, was geht hier ab?

00:10:31: Was ist das?

00:10:31: Und da von dort aus bin ich im Studio geblieben hab dann dort unglaublich viel gelernt und bin dann nach Berlin gezogen und habe dort die SAE gemacht weil mir klar war oder dass man mir nicht so richtig klar stimmt der Hans ja auch im Irmler hat mir das gesagt Ich wollte zu dem Zeitpunkt schon immer Musikproduzent werden.

00:10:55: Und ich hatte mich dann beworben auf Studiengänge, Musik und Klavier und keine Ahnung.

00:11:00: was war aber nie wirklich das produzieren sondern es war immer ein musikalisches Studium dahinter.

00:11:06: Er meinte als ich gerade für irgendeine Bewerbung hatte ich irgendwie einen Klavierstück geübt und er meinte was machst du denn da Jan?

00:11:17: Ja, ich musste so ein Klavierstück üben als für die Bewerbung das ich da hatte für den Aufnahmeverfahren.

00:11:22: Da meinte er ja aber produzieren lernt man doch im Studio?

00:11:24: Das lernte man nicht in einem Studium.

00:11:26: Da gese muss du ins Studio gehen und mit Menschen arbeiten und mit dem Menschen zusammen sein und die Erfahrungen dort machen.

00:11:31: Und das war...das hat ziemlich tief gesessen!

00:11:35: Ich habe dann irgendwie sofort aufgehört mit Üben und hab gesagt

00:11:37: was mache ich eigentlich?

00:11:38: Also ich will kein Klavierstudium, ich will nicht Klavier studieren.

00:11:42: Ich will Musik produzieren.

00:11:44: natürlich gehört das technische natürlich kann man dazu Klavier spielen, aber ich will mit Menschen arbeiten.

00:11:52: Ich möchte ihnen helfen und sie leiten und meinen Input geben, dass am Ende Musik rauskommt wie Sie sie

00:11:57: mögen.".

00:11:57: Und das war klar!

00:11:58: Und da meinte er alles was du brauchst ist das technische Know-how.

00:12:03: Und dann bin ich daraufhin, deswegen habe jetzt einen kleinen Bogen gemacht, da bin ich dann deswegen zur SAE gegangen nach Berlin Und hab dort dann mir die Technik, die ich eh schon selber antrainiert habe, noch mal ein bisschen intensiver gelernt.

00:12:18: Mir war klar, wenn ich in den Studio gehe, da möchte ich in keiner Sekunde darüber nachdenken was für ein Mikrofon und wie mache ich das?

00:12:25: Wie geht der Kompressor, wie geht der EQ... Ich möchte da reingehen und möchte mich ab Sekunde eins mit dem Künstler oder der Künstlerin befassen.

00:12:34: Und möchte, dass das ganz schnell geht alles aufzunehmen, dass wir nicht taglang Set-up machen müssen wo die komplette Energie schon verloren gegangen ist sondern ich möchte reingehend ich möchte Mikrofon aufgebaut haben ich möchte schnell sein ich möchte den Laptop aufhaben ich möchte aufnehmen weil kreative Du hast ja immer nur gewisse einen gewissen Zeitraum wo es klappt und was nicht klappt kreativ zu sein.

00:12:59: Deswegen bin ich in der SAE gegangen, habe dort aufgenommen, habe da gelernt wie man aufnimmt und hab dann dort glücklicherweise auch einfach Leute in meiner Klasse damals im richtigen Umfeld gehabt.

00:13:13: Max Kobuziel Schümmern Samuhen heißt also ganz viele Technoproduzenten die mir da geholfen haben und durch diese lernt man weiter Leute kennen, leiter Leute kennen.

00:13:24: Wenn ich nach der SAE bin, bin ich dann ins Studio von Polaroi gegangen und von Judith Hohlefernes.

00:13:30: Von wir sind Helden und hab dort ganz viel mit ihm gearbeitet als sein Ingenieur.

00:13:33: Und hab da auch dann dort produzieren dürfen.

00:13:37: So hangelt man sich dann zu den Leuten und lernt einfach immer mehr Leute kennen.

00:13:44: Also hauptsächlich sind deine Kontakte nach den Faustsachen in Berlin entstanden sozusagen?

00:13:52: Ja!

00:13:52: Weil da einfach auch mehr fun... funktioniert wahrscheinlich, mehr passiert.

00:13:58: Also ich muss sagen, ich kenne es ja nicht.

00:14:00: also ich war schon eine Zeit lang habe in London gelebt aber jetzt nicht um Kultur zu machen oder irgendwie.

00:14:07: da war auch noch nicht der Weg für mich um Produzent zu sein.

00:14:12: Aber ich stelle mir halt vor dass... Ich würde jetzt da mal kurz gern dran bleiben und wie kam dann für dich wieder das Switch?

00:14:22: wieder sozusagen mehr ins ländliche zu gehen, also

00:14:27: zurückgezogen

00:14:28: bin.

00:14:31: Ich hatte das Gefühl schon länger dass die Stadt, die große Stadt, dass ich fertig war mit der Stadt, was ich da alles gesehen habe und alles erlebt hab.

00:14:40: Und ich habe mich nach mehr Ruhe gesehnt.

00:14:42: Ich habe mich noch weitergesehen weil ich eben auf dem Land aufgewachsen bin.

00:14:48: Mit den Kindern war klar Man muss eh umziehen, weil die zwei Zimmerwohnungen in Kreuzberg nicht mehr hält mit zwei Kindern.

00:14:57: Und dann hat sich das hier ergeben, dass wir hier eine Haus mieten könnten und dann haben wir das versucht und probiert.

00:15:06: Für mich war Corona ein Segen, weil dort endlich alle zugegeben haben oder es nicht mehr anders ging, dass man doch auch einfach über das Internet arbeiten kann.

00:15:19: Dass man sich Sachen hin und her schicken kann und dass man sich kurz treffen kann in der Stadt.

00:15:26: Dann hat man eine Session zusammen und dann geht man nach Hause und dann editiert man zuhause sammelt neue Ideen Zuhause und dann trifft man sich wieder.

00:15:32: Man muss nicht die ganze Zeit aufeinander hocken!

00:15:35: Man kann vieles über das internet machen.

00:15:36: Man kann super viel über Filesharing machen.

00:15:41: Das ist immer noch ein großes Thema bei mir dass ich viel telefoniere.

00:15:46: Ich aber auch dann natürlich am Mann bin oder an der Frau bin, oder egal.

00:15:50: und dann gehe ich aber wieder und dann arbeitet jeder für sich weiter und dann trifft man sich wieder.

00:15:54: also so das ist mehr punktuell.

00:15:55: Ich muss nicht jeden Tag in einer Großstadt sein.

00:15:58: Ich bündel das dann.

00:16:00: Sozusagen du hast deine Zeit wo du zum Beispiel nach Berlin gehst?

00:16:04: Genau

00:16:04: ja.

00:16:05: Und dann wieder nach Hause?

00:16:07: Genau!

00:16:07: Dann finde ich den Weg wieder nachhause und habe dort mein Leben

00:16:13: und editierst und machst von zuhause was.

00:16:16: Genau,

00:16:17: genau!

00:16:17: Und das mache ich dann meistens zu Hause.

00:16:19: und um ehrlich zu sein ist dass ja alles eh mittlerweile ein Laptop und ein paar Synthes, wenn man analoge Synthese hat dann alles andere funktioniert über zwei Speaker- und Laptops und das war

00:16:32: es.

00:16:34: Das stimmt ja oder meine Erfahrung ist auch die meisten wollen.

00:16:38: Also wenn man so die Geschichten von früher hat, dann wollen die meisten, wollten früher mal beim Mixen dabei sein.

00:16:45: Und das ist heutzutage auch überhaupt nicht mehr so.

00:16:47: Also den Leuten, die ich arbeite... Die meisten sagen okay und du mixst und schickst mir das da mal rüber und ich hör's mir an.

00:16:57: So diese große Magie dahinter wie früher, das ist glaube ich andersheutzutag nicht schlecht oder überhaupt nicht schlechter.

00:17:04: Ich glaub zum Teil auch einfacher für alle geworden.

00:17:10: Die Qualität aller Produkte wird immer besser.

00:17:15: Es ist super einfach mittlerweile ein Musikstück aufzunehmen, dass Geil klingt mit einem Rode NT-I oder sonst irgendwas.

00:17:22: Das klingt unfassbar gut!

00:17:23: Also es ist alles da.

00:17:26: man muss nur wissen wie man damit umgeht.

00:17:28: die Ableton Stocks, die Logic Stock Plugins das ist unfassbare gutes Zeug.

00:17:33: damit kann man arbeiten.

00:17:35: deswegen die Hürde ist geringer

00:17:38: Das stimmt.

00:17:40: Für manche, also es gibt ja auch verschiedene Ansätze aber für manches ist er eher nicht so ein Segen.

00:17:47: Sie sagen naja so wird auch viel produziert was keine Emotionen hat oder kein Gefühl dahinter Aber ich würde das gar nicht mal so sehen.

00:17:58: Also für mich klingt vieles.

00:18:00: natürlich gibt's Sachen die Ich auch nicht gern höre aber für mich Klingt Vieles modern Ist auch eigentlich echt interessant weil weil man einfach auch kreativer sein kann, weil es mittlerweile auch gar nicht mehr so schwer ist.

00:18:14: Wenn man sich einen Tag mal irgendwie in Elbiton reinfuchst oder sowas versteht, dann kann man ungefähr das Grundprinzip verstehen wie's funktioniert und das natürlich für den Musiker selber manchmal kreativ, dass er sozusagen sich selbst als Instrument benutzen kann dadurch, dass man viel samplen kann Voll.

00:18:35: Alles wiederholen und da... Also ich finde es zum Teil sehr interessant eigentlich, wie das heutzutage so alles läuft und funktioniert.

00:18:45: Zu meiner Anfangszeit gab's noch keinen Splice.

00:18:47: Da hat man sich die Snare selber gebaut.

00:18:49: Und heute giste auf Splice und hast irgendwie fünfzigtausend Snare-Samples, die du auswählen kannst Mit einem Regenstil in deiner Session drin.

00:18:58: Das ist unfassbar oder?

00:19:00: Du kannst allein nur mit Splice Samples einen kompletten Track bauen.

00:19:04: Das ist total krass.

00:19:05: Ja, das stimmt.

00:19:07: Da gibt es einige und ich meine Samples machen war aber ist auch ziemlich groß geworden wie viele Sample Packs es überhaupt gibt.

00:19:14: Wahnsinn!

00:19:15: Die ersten drei Google Seiten sind ja voll sozusagen.

00:19:20: Aber in meiner Aspekt ist jetzt... Und wie kamst du dann also?

00:19:27: War das von Anfang an dann klar dass du ein Video das mit dem Geld handelt oder wie viel Leute dir zahlen?

00:19:37: Da hinter ist meine Theorie, die meisten wissen gar nicht.

00:19:43: Wenn man so sagt, ich war in einem Studio und die haben dann so zwei Hundert Euro pro Stunde verlangt und sagen schon das ist teuer.

00:19:53: Weil ich glaube dass viele auch den Wert dahinter nicht sehen was zum Teil ja dafür auch angeschaffen wurde und wie man halt irgendwie das auch wieder reinholt.

00:20:03: War das sozusagen im Fauststudio so die ersten Erfahrungen, wie das auch finanziell funktioniert?

00:20:10: Oder kam es erst dann später in Berlin als du bei Polaride-Ding warst.

00:20:19: Das kam schrittweise.

00:20:21: also ich war im Fausstudio habe ich angefangen und hab gar nichts verdient und irgendwann habe ich eine Position gehabt dass sich zum Beispiel aufnehmen und da war klar Dann kriegst du so und zu viel.

00:20:32: Ist das cool für dich?

00:20:33: Ja, das ist cool!

00:20:34: Und dann habe ich da meine Rechnung gestellt... ...und damit's halt mehr, je mehr Verantwortung du hast,... ...dass du mehr Geld kannst natürlich auch verlangen oder bekommst dann.

00:20:42: Und um ganz ehrlich zu sein meistens ist es ja ein ziemlich schmaler Rahmen weil die meisten Projekte gefördert werden.. ..und in diesen Fördermitteln

00:20:50: ist ziemlich

00:20:51: klar definiert wieviel Geld kriegt der Engineer, wievie Geld kriege was aber sich also wieviele ist da zugeteilt dafür?

00:21:00: Und so hangelt sich das nach oben.

00:21:02: und in Berlin dann, da wird ein Preis ausgehandelt.

00:21:06: Da fragt man dann in der Gegend rum wie viel nimmt ihr?

00:21:09: Wo sind wir?

00:21:10: Dann geht es nach oben.

00:21:17: Was ich auch lernen musste ist dass ich nicht mehr umsonst arbeite sondern dass ich sage das ist meine Arbeit, so blöd es auch klingt aber ich muss Geld verdienen Ich muss genauso meine Brötchen zahlen wie du Meinem Wasser kostet auch Geld.

00:21:34: Und das muss man einmal gesagt haben, und dann ist es aber auch klar für alle anderen.

00:21:39: Dann ist es klar okay wenn's Projekte sind die mussten da muss Geld verdient werden oder da muß Geld reinkommen.

00:21:48: Aber der Schritt dass man das einmal sagt und sagt hey sorry ich kann das nicht umsonst machen... Ich kann das voll gut verstehen weil man das ja gerne macht und wenn man da ja voll Bock drauf hat Und man muss abwägen zwischen wie viele Projekte mache ich, die nichts kosten oder wo man wenig verdient und wie viel Projekten mache ich?

00:22:05: Wo man gut verdient.

00:22:06: Es ist immer ein schmaler Grad zwischen dem wieviel Geld man braucht und wievie Geld man will.

00:22:18: Also sozusagen im V-Studio war das eher so geregelt der Ingenieur bekommt das und der Polizist bekommt die.

00:22:31: Das ist

00:22:35: nicht wirklich geregelt war es nicht, weil die Projekte immer unterschiedlich sind.

00:22:38: also es gab jetzt keinen festen Satz dass er siehst du kriegst keine Ahnung wie viel Geld am Tag Sondern zwar immer Projekt basiert.

00:22:45: wenn das Projekt viel Geld hatte haben alle viel Geld verdient.

00:22:47: Wenn das Projekt wenig Geld hat haben alle wenig

00:22:50: Geld verdienen.

00:22:51: So macht Sinn ja wieviel Geld halt zur Verfügung steht sozusagen genau.

00:22:58: Und dann hast du dich sozusagen so Stück für Stück, also händelst du dich zwischen Sachen, Projekten die halt ein bisschen mehr Geld da lassen und Projekte auf die du einfach Bock hast und dir halt eher von weniger gut bezahlten.

00:23:16: Manchmal auch wahrscheinlich Privatbezahlten.

00:23:19: Ja klar voll!

00:23:22: Also woher soll die Kohle kommen?

00:23:24: Ich sage immer das ist oder ich glaube alle KünstlerInnen oder kreativ schaffende Menschen, die du musst als verrückter selbstständiger oder frei beruflicher Musiker oder Musikerin.

00:23:38: Oder Künstlerin.

00:23:40: Du musst immer eine Hamster-Taktik machen.

00:23:43: Du weißt nicht wann dein nächstes Gehalt wieder kommt und du musst so viel anhäufen dass Dass sie klar ist, im nächsten Monat verdiene ich kein Geld.

00:23:53: Ich muss aber da drüber rutschen.

00:23:55: Du musst dein Berg an Geld so hoch sein dass du über die Monate kommst wo du nichts verdienst.

00:24:01: Du kannst nicht und das ist glaube ich jedem klar jeden kreativen Menschen, dass du eh nicht in Saus und Braus leben kannst.

00:24:09: Du lebst am Extensminimum oder man gewöhnt sich so stark daran, dass man eben kein Geld hat dass man am Ende gar nicht so fürchtert, wie viel Geld ausgeben will.

00:24:19: Weil man nicht weiß wann ist der nächste Job?

00:24:22: Wann kommt die Kohle und das sorgt dafür, dass man eben Hamster-Taktik machen muss anhäufen und dann mach ich es, dann ist klar okay kann ich mir das leisten gerade Jobs zu machen, die nicht so viel Geld bringen?

00:24:34: oder mache ich ein Job wo es Geld gibt?

00:24:38: also dazu zu sagen die etwas geschäftlichere Seite?

00:24:45: Ja, ich finde den Ansatz jetzt auch gerade von dir wie du das siehst sehr interessant weil bei meinem letzten Gespräch sozusagen mit Mirimias hat er es sehr darauf auf die Taktikwerk gelegt dass man sozusagen was seine Taktiker auch ist.

00:25:02: Er hat ein Job wo ihm das Grundeinkommen irgendwo gibt und er sozusagen frei entscheiden kann wie er dann künstlerisch umgeht, um die absolute freie Künstlerische zu haben und nicht auf Geld angewiesen zu sein.

00:25:20: Und deine These ja mehr ist dass es viele Künstlern Nicht durchhalten würden bei einem normalen Job irgendwie Die Brötchen zu verdienen Bei so ein nine to five Ding.

00:25:35: Ja wenn sie sich gedanbe genau da muss ich wahrscheinlich noch was dazu sagen.

00:25:40: Ich glaube Es ist super wichtig, wenn das mit der Kunst noch nicht so läuft dass du deine Rechnung bezahlen kannst dann brauchst du einen Job.

00:25:51: Noch ein anderen Job.

00:25:52: Das ist null... das ist in keinster Weise negativ oder man muss sich da in keinester Weise darüber schämen oder sonst irgendwas klein machen weil es allen so geht.

00:26:05: Weil alle zu knabbern haben in dieser Industrie oder in diesem Metier.

00:26:13: Kunst, das ist aber schon immer so gewesen!

00:26:17: Du wirst in den meisten Fällen werden... die meisten Menschen werden nicht reich mit Kunst.

00:26:24: Man sieht halt einfach irgendwie, dass die einen Prozent da draußen irgendwie in den Charts rumtanzen, aber die anderen sind halt wie du und ich?

00:26:33: So wir müssen... Da redet man nicht über Millionen Und um aber trotzdem seine Rechnung zu bezahlen, braucht man einfach noch einen anderen Job.

00:26:42: Was jemand meinte mit diesem Ninety-Five ist dass man die Kunst gar nicht macht sondern das man nur sagt ja ich will Geld verdienen Ich brauche Karriere und muss das machen.

00:26:52: Ich will einfach so sich Banker werden und dabei willst du eigentlich nichts anderes machen als ein Ganztag Gitarre spielen.

00:26:59: Dann dich da rein zu quetschen in dieses Bankerkostüm wo du aber eigentlich sagst ich will eigentlich Gitarre spielen in Studios live unterwegs sein, was für sich war.

00:27:10: Das meine ich das geht nicht lange gut.

00:27:12: Aber dass man nebenher noch einen Job hat wo man seine Grundmiete drin hat und alles andere ist dann auch ein Top.

00:27:17: Da machen

00:27:18: alle so.

00:27:19: Das ist Standard ganz normal.

00:27:22: Man muss ja irgendwo gewisse Rechnungen bezahlen sonst gehst du ja auch zugrunde.

00:27:28: Ja klar es geht ja eben.

00:27:30: Es geht nicht anders total.

00:27:34: Das is ja auch wichtig dass man Geld verdient.

00:27:38: Und

00:27:38: ich zum Beispiel habe... Ich hab das so gewählt, dass ich das innerhalb der Musikbranche mache, die Moneyjobs sagen muss.

00:27:47: Ich hab dann ganz viel Technik gemacht an ganz am Anfang und war als Techniker unterwegs.

00:27:57: Aber irgendwann gemerkt, ich kann das nicht mehr.

00:28:02: komplett produzieren und bin dann relativ schnell, habe ich aufgehört damit.

00:28:05: Und hab mich da nur noch ausproduzieren und aufs schreiben und auf's musizieren und das Konzert spielen konzentriert.

00:28:12: Und mit Technik meint ihr jetzt innerhalb vom Studio der wo die Kabe aufwickelt?

00:28:17: Genau

00:28:17: live live im Studio verdient man kein Geld.

00:28:21: Das einzige was nach Geld gibt und das kann man glaube ich allen einfach sagen ist dass sie live als Techniker in mit gehen sollen als Tontechniker, Monitor FOH Bühnen aufbauen, abbauen.

00:28:33: Da gibt es Geld.

00:28:35: Da kann man seine Miete bezahlen.

00:28:37: Das stimmt und ich finde das Lernte also ist auch ein guter Lernprozess.

00:28:42: Ja wenn du die Möglichkeit hast auch mal live zum Mixen.

00:28:45: Ist auch ein schöner Lern Prozess was Mixing betrifft weil du musst schnell handeln wenn irgendwas ist

00:28:51: ja

00:28:51: voll.

00:28:53: Und jetzt ist meine Frage noch das heißt du hast eigentlich immer hast du das dann schnell getrennt, dieses finanzielle von diesem.

00:29:04: du willst Musik mit anderem machen.

00:29:07: Dass du das nie so ... weil du hast es ja nicht als Beruf so wahrgenommen sondern eher als Beruf um dass du das auch immer schon trennen konntest dass du sozusagen also wie teilst du das auf wenn jetzt jemand anders gefragt?

00:29:21: Wie teilst Du das auf Wenn jetzt jemand zu dir hinkommt und sagt hey ich will mit ihr produzieren Und du hörst seine Sachen seine Demos und hast auch Bock drauf?

00:29:33: Wie fängst du mit dem finanziellen Aspekt an, dass das einfach vorbei ist und man sich dann auf alles andere konzentrieren kann?

00:29:43: Das ist der sinnvollste Weg.

00:29:45: Das wird aber meistens nicht gemacht.

00:29:49: Und ich persönlich mache das so, dass es vorher besprochen wird wie viel Geld gibt das, wie viel wird gemacht und je nachdem kann Und so kann ich nicht geben.

00:30:01: Ich persönlich für mich, habe das ganz große Glück bisher, dass ich mit Menschen arbeiten durfte die unglaublich toll finde und schätze und ich respektiere ist das falsche Wort.

00:30:19: Ich finde das toll, was die machen.

00:30:24: Und ich finde das unglaublich kreativ, was sie machen und für mich ist es ein Glück dass sich das ich mitmachen darf und dass ich dabei sein darf und Dass ich das mit denen was Tolles schaffen darf so Und das finanzielle das wird vorher geregelt.

00:30:38: meistens Meistens sagt man So ein zu vieles drin wie wir mal machen so dann Ist das vorbei?

00:30:44: Dann hat man das hinter sich weggelassen und dann kann man sich auf den kreativen part konzentrieren.

00:30:53: Das ist am Anfang braucht man ein, zweimal bis es klar ist.

00:30:56: also lass mal reden.

00:30:57: aber am Ende des Tages wenn du zu einem Handwerker gehst der schickt den Kosten vor einen Schlag Und dann sagst du, das wird gemacht.

00:31:06: Es wird aber verrückterweise nicht bei der Musik gemacht weil das ist ja e-for free.

00:31:09: Das gibt es ja.

00:31:09: eh, das kann man nämlich anfassen und das ist kein Problem.

00:31:12: Sollte man aber machen.

00:31:13: also das finde ich da kann man für einen selber immer wieder hingehen.

00:31:15: naja jeden Elektriker den ich fragt er sagt ihr macht ihn auf Kosten voranschlag wenn ich ein Haus bauen will heißt kreist auch so viel kostet oder sonst irgendwas.

00:31:23: Das muss man finde ich in die Musik oder ins Kreative einfach auch mit einbauen dass man vorher kurz regel und sagt hey wieviel Geld gibt das?

00:31:30: okay kann ich machen?

00:31:31: Neh kann

00:31:32: ich nicht machen.

00:31:34: Ja, das ist eigentlich die beste Taktik.

00:31:37: Also ich kenne es auch nur durch dem Kulturverein wo ich in Tuttingen mit dabei bin und wegen Geeks wird vorher abgeklärt wie viel könnt ihr ausgeben?

00:31:49: Wie viele Gage... also wie viel können wir ausgehen?

00:31:51: Wie viel Gage beuten wir?

00:31:52: Ist das irgendwie für uns im Rahmen von okay das lohnt sich auf irgendeine Art und Weise und das Geld haben wir.

00:32:01: das Beste, was man überhaupt machen kann.

00:32:03: Weil es schafft dann auch wieder schneller Raum um sich über die wichtigen Dinge dazu unterhalten und was es dann gehen soll sozusagen.

00:32:12: Ja

00:32:13: Und hattest du auch dann so Momente wo Du den Leuten erstmal so klarmachen musstest?

00:32:18: Was das überhaupt bedeutet war Im studio zu arbeiten und Geld fürs Studio auszugeben warum sie das tun sollten?

00:32:26: überhaupt?

00:32:28: Nee Die war immer schon klar für die Leute warum Sie Da sind.

00:32:32: Ja, aber die meisten Menschen mit denen ich arbeite auch alles... Die haben auch alle Studios oder haben Proberäume oder haben eben ihren Raum.

00:32:39: auch immer zu Hause oder in irgendwelchen anderen Studio ist es sehr wurscht.

00:32:44: Denen ist ganz klar was kostet ein Mikrofon?

00:32:46: Denes klar das ist da und da.

00:32:50: Deswegen hatte ich das nicht.

00:32:51: Ich musste dir nie erklären dass das Geld kostete.

00:32:55: Und hattest du auch gerade in deiner Anfangszeit Leute, die dann irgendwie sehr hartnäckig waren und immer mehr von dir wollten als du Als vielleicht irgendwie ausgemacht wurde oder?

00:33:09: Vielleicht sogar noch umsonst gearbeitet hast zum zahl und die dann immer so nicht kennen auch jemand der soll noch ins studio kommen und dann können wir noch wissen es hat sich über Monate gezogen

00:33:19: Das nicht.

00:33:20: meistens gibt's also Meistens spricht Unsicherheit aus den Menschen, die nicht genau wissen, die dann noch den fünfundzwanzigsten Mix und die siebenundzwanzige Revision haben wollen.

00:33:32: Das ist meistens eine Unsicherkeit von denen und da kann man nicht viel machen.

00:33:40: Die sind so was du machen kannst dass du dich selber schützt und sagst Guck mal ich mache drei Revisionen ab der vierten Revision kostet es nochmal so und zu viel oder sonst irgendwas.

00:33:49: dann sind die meist auch relativ schnell zufrieden, weil sie merken es kostet einfach noch mehr Geld.

00:33:54: Entweder Sie haben das Geld und du machst das mit oder dass ist eine Dienstleistung, dass Du das dann machst oder Sie haben's nicht und dann sind sie aber auch plötzlich zufriedenzufrieden.

00:34:02: Aber dass das so ausartet und aufhört hat ich auch zum Teil für ein paar Projekte.

00:34:08: da lernt man aber ziemlich schnell raus um seine eigenen Grenzen abzustecken und zu sagen Das mache ich mit und das mache ich nicht mit.

00:34:16: Okay, sozusagen Lernprozess für jeden der mal rein kommt.

00:34:21: Wo man auch nicht ... Man weiß es ja vorher nicht also...

00:34:23: Eben!

00:34:24: Es ist immer ein Lern-Prozess und das heißt jetzt fährst du eigentlich genauso wie du's vorhin beschrieben hast.

00:34:32: Du gehst ab und zu nach Berlin oder sonst wohin Und produzierst damit irgendjemanden und fährs wieder nach Hause und machst den Rest dann von da aus.

00:34:44: Ja meistens Meistens trifft man sich zusammen und das ist unglaublich wichtig, dass man sich trifft am Anfang oder dass man etwas vorbereitet.

00:34:52: Und dann kommt man zusammen und wirft alle Ideen zusammen und dann hat man ein zwei drei vier intensive Tage nimmt auf macht alles und Dann hauen alle wieder ab und dann mache ich arbeite ich für mich weiter schick die Sachen dann rum Schickt neue Ideen rum sagt komme ich brauche nachdessen das und dann arbeitet irgendjemand anders nimmt da noch was auf schickt es wieder rüber.

00:35:15: Zum Schluss trifft man sich wieder und feiert das, was man gemacht hat.

00:35:19: Blöd gesagt.

00:35:20: Schön gesagt!

00:35:22: Also da ist es wichtig dass man dann nochmal zusammenkommt und den finalen Schliff macht einfach fürs Gefühl, dass wir da zusammen wissen, dass man einen Abschluss hatte.

00:35:32: Es klingt ja fast schon wie so Fetzen zusammenfügen.

00:35:37: immer wieder kommt etwas dazu und ich bin ganz interessant weil heute auch ein bisschen die Methode hauptsächlich ist, wie die Songs entstehen.

00:35:49: Dass sie an unterschiedlichsten Orten Teile aufgenommen werden und dass die werden zusammengefügt.

00:35:54: Und also es ist nicht mehr dieses man ist zehn Tage in einem Studio nimmt alles ein einem Stück auf und

00:36:01: das geht nicht.

00:36:02: Also das das das geht wenn man, wenn die Vorbereitung da ist und vorbereiten muss es auch irgendeiner meistens ist er Produzent schon mit dem Hauptverantwortlichen Musiker Und dann werden die Ideen zusammengebaut in der Pre-Production und dann trifft man sich eben alle zusammen im Studio.

00:36:22: Dann nimmt sich die ganze Band auf, aber dass man ins Studio geht und das man dort bei Null anfängt, können sich die wenigsten Menschen leisten.

00:36:33: Das ist unrealistisch geworden heutzutage.

00:36:37: Das heißt es ja auch als Rolle, als Produzent ist schneller zu werden?

00:36:45: Die Leute ja schon mit irgendwelchen, mit dir besprochenen Ideen oder irgendetwas sehr schon ins Studio kommen und somit ist es ja nur besser oder nicht besser kreativer für die anderen wenn der Produzent schneller handeln kann.

00:37:02: Ja sorry sag

00:37:04: du?

00:37:05: Ich wollte nur Beispielen wie du gesagt hast dass du nicht ewig irgendwie an sechs Mikrofon hängst und welches nehme ich oder keine Ahnung welches Keyboard

00:37:16: Die Rolle, also generell ist Schnelligkeit immer gut.

00:37:22: Das würde ich vorhin eigentlich auch noch mal sagen.

00:37:24: das wichtig ist dass man schnell ist.

00:37:26: Dass man schnell Sachen schickt und schnell Sachen abliefert und dann dreht sich das Rad auch weiter und da geht es... Dann kann man aber lernen

00:37:35: und üben,

00:37:37: dass man einfach schneller Sachen rüberschickt Und da klar ist, das ist auch Erfahrung irgendwann die man

00:37:42: hat.

00:37:43: Die Rolle des Produzenten in so einer Sache ist dass ich natürlich den Überblick bewahren muss.

00:37:48: Es ist aber unglaublich wichtig, dass ich die Stimmung einfange und dass sich die Stimmung verstehe zwischen den einzelnen Musikern Dass ich die stimmung verstehe.

00:37:56: was will gesagt werden?

00:37:58: wenn es jetzt ein Solo-Künstler ist

00:38:00: dann

00:38:01: muss ich verstehen Was will die oder er sagen?

00:38:09: oder ihn dahin und dass es sich für ihn gut

00:38:12: anfühlt.

00:38:13: Trotzdem, dass er trotzdem noch einen Schritt weitergeht also dass er über dem Tellerrand stattfindet aber trotzdem macht das Gefühl hat der ist aufm Tellerand weil darin liegt die Magie das herauszufinden dass man den aber hält sinnbildlich, du lehnst ihn über den Tellerrand.

00:38:34: Du hältst ihn aber und sagst

00:38:35: guck mal

00:38:35: da vorne gibt's noch mehr.

00:38:37: Und das ist das vertiefe Vertrauen dass man in dem Produzenten haben muss Dass der einhält und dass sich das gut anfühlt für den Musiker.

00:38:47: Es gibt nichts Schlimmeres als wenn man einen Produzent hat Der einem irgendwas serviert und sagt so hast du es zu tun?

00:38:53: Und dann bitte mach doch einfach!

00:38:55: Wieso bin ich nicht?

00:38:56: Das ist nicht meine Art und Weise.

00:38:57: Mein Credo ist, dass ich das mit dem Künstler mache.

00:39:04: Dass ich den Künstlern diene und ihm leite und ihm helfe und ihn halte und ihm ehrliches Feedback gebe und ihm Wege zeige neue Wege Zeuge und er die Wege selber entscheiden darf selbst entscheiden wo geht dahin?

00:39:21: Das war jetzt sehr schön.

00:39:23: eigentlich würde ich gar nichts mehr dazu sagen aber Ich hab's gefühlt, das ist aber bei dir auch sehr natürlich.

00:39:30: Also ich weiß nicht, habe dich kennengelernt auf dem Klangbad, wo ich zum ersten Mal auf den Klangbaden war vor zwei Jahren und dann hat mir Jeri nur von dir erzählt und was du schon so geleistet hast mit wem du schon gearbeitet hast.

00:39:44: Dann war ich natürlich ehrfürchtig Und dann warst du da Du hast einfach ganz normal gequatscht als würden wir uns auch schon länger kennen.

00:39:57: Das war alles irgendwie das Gegenteil von dem, was ich jetzt gedacht habe.

00:40:06: Jetzt muss man gucken wie er so drauf ist und erstmal so ob er von oben nach unten guckt oder halt.

00:40:20: diese Erfreude hinter was du dann schon geleistet hast war dann erstmal für mich so gewiege ich jetzt mit diesem Menschen um, sozusagen.

00:40:31: Weil er ist ja nicht wie ich und aber das war genau das Gegenteil.

00:40:37: du warst eigentlich sehr, sehr... Ich will fast sagen einfühlsam sozusagen auch mit der Situation Und Du kanntest mich nicht Aber war es dankbar dass ich da geholfen habe an den drei Tagen.

00:40:52: Also es war irgendwie sehr du wars sehr Wie kann man's anders sagen als warm?

00:40:59: vom Typus her, sozusagen das was ich jetzt nicht so heif... also ja muss ich sagen wo ich jetzt nichts zu häufig davor erlebt habe sondern der Jeri war so mein erster guter Kontakt in die Kunstszene.

00:41:14: davor waren sehr viele Ich will nicht sagen möchte gern Künstler aber die wo mehr Attitüde als Schaffenswille dahinter hatten.

00:41:24: Ja

00:41:25: und Ja, das war dann sehr erfrischend für mich.

00:41:29: Vor zwei Jahren war eine sehr große Welteröffnung für mich sozusagen in der ganzen Szene hier im Umkreis auch.

00:41:36: Davor war ich immer sehr allein für mich... Also

00:41:42: vielen Dank für die schönen Worte!

00:41:44: Ich habe mir in keiner Sekunde darüber nachgedacht ob du schon einen Musikstück rausgebracht hast oder nicht Das ist mir ziemlich egal sondern mir geht es um den Menschen.

00:42:02: Ich glaube, das macht auch bei dir viel aus, also abgesehen davon dass ich glaubt, dass du natürlich technisch mittlerweile sehr viele Weißen mit vielen Situationen umgehen kannst.

00:42:13: Ich denke, dass es auch sehr viele schätzen bei dir und dass du so ein Typist bist, egal ob sie jetzt schon drei Alben draußen haben oder das erste ist sozusagen sind dieselben Menschen sozusagen, gibt es keinen riesen Unterschied.

00:42:31: Und ich glaube das ist für viele auch befreien gerade in dieser Szene und auch gerade wenn's dann ums Finanzielle geht.

00:42:37: weil sobald du von jemandem das Gefühl bekommst jetzt beweist mir erstmal was du schon getan hast ja auch ein bisschen das Gefühl zeigt mir mal dass du damit auch irgendwie etwas erreichen kannst ob kreativ oder finanziell und ich glaub da fühlt sich jeder ein bisschen von Kopf gestoßen wahrscheinlich auch und sehr unbehaaglich.

00:43:00: Ich meine, wir kennen es alle wenn man sich beweisen muss dafür, wie in der Schule irgendwie eine ganz doofen Situation.

00:43:06: Ja klar!

00:43:08: Und ich glaube dass das halt der Punkt ist wo ich gemerkt habe eure Scheiße... Das gibt's hier nicht so häufig hab' ich manchmal das Gefühl also ich kriege immer Stories mit von... Ich hab grad ein Solo-Künstler bei mir manchmal im Studio.

00:43:26: Ich mache es bei ihm halt hauptsächlich, weil ich glaube dass er ein super Typ ist und einen riesen Talent hat gerade mit Vocals und alles spielen kann.

00:43:34: Super!

00:43:37: Und der hat man halt von Produzentenerzig so am Bodenseekreis rum die echt zum Teil brutal mit ihm oder mit Musikern, die halt noch nichts zu haben umgegangen sind.

00:43:55: Also ich will jetzt nicht die ganze Story erzählen, aber es ist auch mal so ein bisschen heulend aus dem Studio rausgegangen.

00:44:03: Das bringt am Ende niemandem was.

00:44:06: Am Ende hat keiner etwas gewonnen wenn ich Menschen schlecht behandle.

00:44:10: Warum?

00:44:13: Meistens behandeln andere Menschen schlecht weil's ihnen selber schlecht geht

00:44:20: und

00:44:22: Sie das halt nicht anders gelernt haben, es auszudrücken.

00:44:25: Aber ich hab... Also ich schneide mir ins eigene Bein und schieße mich ins eigene bein wenn ich Musikerinnen schlecht behandle oder sie unterdrücke oder sie klein mache.

00:44:37: Ich will doch genau das Gegenteil.

00:44:39: Also produktiv gesprochen würde ich doch das Beste aus meinem Gegenüber herauskitzeln.

00:44:47: jetzt in der Situation wenn ich im Studio bin.

00:44:49: Mir ist es dann egal ob der Mensch Fünf Studioalbum aufgenommen hat oder wo auch immer, mit welcher wo auch er auf Tour nie gegangen ist.

00:44:57: Es geht ja darum dass der etwas in sich hat und das das eine Energie ist und die will ich haben

00:45:06: Und die

00:45:07: es meistens.

00:45:09: bei ganz jungen frischen Künstlern ist sie noch viel viel krasser also viel viel intensiver da, bei Menschen die schon fünf Alben aufgenommen haben.

00:45:20: Die wissen wie sie das abrufen können.

00:45:21: Die sind da routinierter und bei ganz Jungen ist es doch fatal wenn ich hingehe und sage ja du kannst ja eh nix so jetzt beweist dich mal.

00:45:34: Das ist nicht mein Ansatz.

00:45:37: Da fahre ich mich mit.

00:45:39: Ich will das hören von den jungen Menschen.

00:45:41: Das kommt durch Vertrauen.

00:45:50: Ich kann hier endlich das zeigen, was ich machen möchte und auch keine Bewertung.

00:45:56: Da gibt es auch keinen... Ja, das ist schlecht!

00:45:58: Es gibt keine Kunst, die schlecht ist.

00:46:00: Es gibt kein Musik, die schlecht ist.

00:46:05: Mir persönlich sagt es nicht zu.

00:46:07: Mir gefällt es nicht.

00:46:08: Warum noch immer?

00:46:09: aus den Gründen?

00:46:10: Aber es heißt nicht dass es schlecht ist, das gibt's nicht.

00:46:15: das wichtig zu verstehen, finde ich.

00:46:17: Das stimmt!

00:46:18: Meine Frage oder eine der letzten Fragen ist ob du irgendwie einen kleinen Tipp hast für alle da draußen egal ob jetzt Kunst schaffend oder auf der anderen Seite die Kunst fördernd.

00:46:37: Ob du da irgendwie ein Tipp hast wie man so auf seine Art und Weise auch Gehör findet Weil du hast ja auf eine Art und Weise bei dir auch dein Gehör gefunden sozusagen oder die Leute gefunden, die dich hören.

00:46:57: Ja, habe ich!

00:47:01: Das sind aber mehrere.

00:47:05: Wann so viel du kannst willst?

00:47:12: Sei schnell – jetzt muss ich überlegen wie ich sage – Vertrau dir und hör nicht auf die anderen.

00:47:34: Warte nicht, warte auf niemanden.

00:47:39: Das macht dich auf jemanden warten oder auf ein Label warten oder andere Menschen warten.

00:47:44: machen einfach machen sei schnell und mach warte nicht.

00:47:48: sei intuitiv.

00:47:49: die erste Idee ist meistens die beste.

00:47:52: danach kommt Zweifel scheiß auf den zweifel und suche immer etwas was es noch nicht gab.

00:48:03: nichts kopieren immer selber machen.

00:48:06: Und trau dich das zu machen und sei ehrlich dabei.

00:48:11: Und riskiere, dass Leute dich nicht mögen.

00:48:16: Wenn sie dich nicht möchte dann hast du alles geschafft.

00:48:20: Entweder Was gibt es schöneres als ein musikstück zu schaffen?

00:48:25: Und menschen sagen ich finde es richtig toll oder sie sagen Ich find's richtig scheiße Weil du es am ende geschafft hast.

00:48:34: jetzt wirds doch länger gefühle zu erzeugen.

00:48:40: Und du kannst niemals alle Menschen glücklich stimmen, du kannst niemand allen sagen oh ja es ist wunderbar Du wirst immer Menschen haben die sagen oh das kacke warum auch immer?

00:48:52: Entweder sie werden persönlich angegriffen weil der Liedtext reingeht rein fährt und sie sagen Sie sind auf die Fände zu sagen ohne Hilfe oder sonst irgendwas.

00:49:00: aber was ich sagen will ist am ende polarisieren sei extrem und wenn du das gefühlt hast Das ist extrem, dann geh noch mal eins weiter.

00:49:11: Dann mach nochmal eins mehr weil meistens ist das in deinem Kopf noch nicht extrem genug.

00:49:19: Trau dich und mach immer Neues!

00:49:22: Weil da entsteht... Da ist die Magie drin.

00:49:27: Und hör auf niemanden.

00:49:29: Und warte auf Niemanden.

00:49:32: Mach das einfach machen.

00:49:33: Mach weiter.

00:49:35: So.

00:49:37: Das war jetzt sehr tief.

00:49:39: Sehr tief?

00:49:39: Ja Aber ich glaube, dass du vollkommen recht hast.

00:49:44: Ich musste dabei an meine eigene ViewCuff gedenken und da... ...ich glaub' das du recht hast!

00:49:51: Weil ich glaub', dass du manchmal auch dadurch, dass Du einfach mal machst, auch ein bisschen dich selber kennenlernt.

00:49:59: Und gerade in extremen Situationen oder wie auch immer.

00:50:05: Eine kurze Story muss ich auch erzählen, habe mich auch neu kennengelernt.

00:50:08: Ich hab einen Kurzfilm getreten mit Jerry.

00:50:12: Da gab es eine Szene, wo er mir am Ende ne Flasche über den Kopf haut.

00:50:16: Ja

00:50:17: Und ich war saunerwös Das war so ne Zuckerglasflasche Aber ich hab sie vorher an meinen Kopf und dachte die ist hart Die ist nicht so leicht.

00:50:28: Und ich was saunervös und ich war wirklich auch echt nicht mehr gut gelaunt Weil wir haben geprobt und gepropt und der hat immer nur getan Ich so jetzt hau mir dieses Ding über den Kopp Ich halte ihn nicht mehr aus Und der hat es dann auch gemacht und danach bin ich fast schon wie zusammengeklappt.

00:50:46: Also man sieht das noch kurz, dass haben wir dringelassen aber aus so weil ich habe was Neues gewagt und es war irgendwie ist tatsaumbäßig weh, wie ich es mir gedacht habe.

00:50:57: Aber ich hab so ... Ich bin an meine Grenze gegangen in dem Sinne, was ich mir nie gedacht hätte in meinem Leben, dass sich an diese Grenze kommen und da habe ich mich neu kennengelernt.

00:51:12: wieder was irgendwie eine neue seite entdeckt und die ich vielleicht irgendwie auch verarbeiten kann kreativ wieder.

00:51:20: Und also es ist total interessant, deswegen fand ich das eigentlich von dir sehr gut zusammengefasst wie so für mich mein künstlerisches da sein in den letzten zehn jahre war.

00:51:33: Einfach machen!

00:51:35: Warte auf niemanden und hol dir bloß keine Meinung ein.

00:51:40: Warum auch?

00:51:43: Wenn du nach einer Meinung fragst, dann fühlt sich das gegenüber berufen dich zu belehren dir irgendwelche Tipps zu geben.

00:51:51: Es fühlt es sich berufen etwas sagen zu müssen obwohl's meistens gar keine Ahnung hat und auch irgendwie gar nichts davon fühlt.

00:51:58: also warum?

00:51:59: wenn du das fühlst wenn sie es richtig fühlen für dich Dann ist es richtig.

00:52:03: Das ist ja das Faszinierende an der Kunst oder Musik machen oder generell an dieser riesigen Energie von Warum macht man das?

00:52:11: Warum zum Teubel setze ich mich nachher ans Klavier oder an die Gitarre, nehmt den Pinsel in die Hand und fang da an.

00:52:18: Warum?

00:52:18: Keiner zwingt nicht dazu!

00:52:20: Es ist eine innere Kraft, die raus muss.

00:52:26: Je weniger Menschen du fragst Um Hilfe bittest, dass du mehr bist konfrontiert mit deinen eigenen Ängsten.

00:52:35: Mit deinen Versagensängsten die dir aber eigentlich nur antrainiert wurden in deiner Kindheit Dass du so und so zu sein hast und dass du das nicht auf Erfolg getrimmt sein musst Und je mehr du das ablegen kannst.

00:52:47: und je mehr Du über diesen Tellerrand gehst und sagst Hey ich guck mal was da alles passiert Dann ist es richtig.

00:52:54: und dann wird's spannend außerhalb von dir, dann wird es spannend für Menschen das anzuhören.

00:53:03: Und du kannst sagen wenn sich ein bisschen Ort anfühlt, dann geh noch einen kleinen Schritt weiter und dann ist es gut!

00:53:21: Wenn man sich cool anfühlen kann, dann ist cool.

00:53:27: aber wenn es dann nochmal Wenn sich das dein inneres Gefühl und es ist super wichtig, nicht die von außen sondern dein innerer gefühlt.

00:53:35: Wenn das dann noch ein kleines bisschen wenn du merkst oh was ist denn jetzt los?

00:53:41: Dann wirds spannend für alle anderen.

00:53:45: Und das trifft an den andern und das triffe ihn entweder mega negativ und sagt dass es total scheiße Oder es trifft ihnen richtig gut und sagt boah krass was los.

00:53:54: aber beide Ob plus oder minus, beides ist wichtig und richtig.

00:53:59: Und es gibt nichts Schöneres als wenn du ein Album rausbringst und einer

00:54:02: ruft

00:54:02: dich an und sagt was hast du eigentlich für einen Scheiß gemacht?

00:54:05: Wahnsinn!

00:54:06: Weil der stelle mir vor er hat sich das angehört und hat gefühlt und dann ruft er dich auch noch an und ruft uns oder schreibt es irgendwo hin ins Internet.

00:54:14: Das ist ja... Der hat ja eine Energie aufgebracht um dir zu sagen wie scheiße das eigentlich ist.

00:54:19: Wahnsinn.

00:54:20: Wann macht man das denn heutzutage noch?

00:54:22: Oder er sagt halt wie unfassbar toll das ist oder was er daran bewegt hat.

00:54:26: Deswegen trau dich, mach das auf niemanden warten.

00:54:30: Sei super schnell.

00:54:33: Hau ein raus nach dem anderen weil darin lernst du und daran lernste die selber kennen.

00:54:37: Darin larnst du auch mit dieser diese Nervosität dass oh es ist neu.

00:54:41: kann ich das machen?

00:54:42: Das kann man doch nicht machen!

00:54:44: Warum kann man das nicht machen?

00:54:44: Wer erzählt dir das was man machen kann und was nicht?

00:54:48: No one cares Du brauchst da kein Haus Was einfallen kann.

00:54:53: Du machst Musik.

00:54:55: Das ist Luft Da ist nix drin.

00:54:57: Also, weißt du was ich mein?

00:54:58: So kannst du alles machen und das finde ich, dass muss man mitgeben den Menschen die kreative Freiheit.

00:55:07: Wer hätte zusammengefasst werden.

00:55:10: Das war kreativ frei.

00:55:12: Er erinnert mich auch ganz stark an dieses Buch, das ich mal gelesen habe der Kreative Akt von Rick Ruhm, dem Produzent.

00:55:19: Sondern es

00:55:19: erzählt ja?

00:55:20: Ich hab's nicht gelesen.

00:55:21: Ist ein tolles Buch eigentlich.

00:55:22: ähnliche Sachen also.

00:55:23: er sagt Besonders fand ich den Satz sehr toll, der wahrscheinlich von vielen großen Produzenten nicht fallen würde.

00:55:32: Er gesagt hat es gibt nichts Ehrenhafteres als ein Künstler, der um seine Kunst zu unterstützen einen Job hat.

00:55:39: Ja klar!

00:55:42: Er sagt dass das Neue immer das Interessanteste ist.

00:55:45: Geh soweit du kannst und dann noch ein Stück... Also eigentlich sehr viel von dem was du gesagt hast.

00:55:50: Deswegen dachte ich vielleicht hast du's ja gelesen aber nein, das kam.

00:55:54: Nee, hab ich nicht.

00:55:55: Ich habe tatsächlich noch nichts von Recruiting gelesen aber es ist für mich ja... Für mich ist das wie auch schon ganz am Anfang gesagt, für mich ist dass ganz normal.

00:56:05: Also für mich bin so groß geworden, dass das total normal ist, was man danach suchen

00:56:13: kann.

00:56:16: Und

00:56:16: über die Jahre lernt man das halt wenn man mit vielen verschiedenen Menschen arbeitet.

00:56:20: dann lernt Das Handbuch, das typische Handbuch.

00:56:26: Wenn man wirklich interessiert es an Menschen und daran, was tragen die in sich?

00:56:34: Was stecken da für Farben drin, was steckt dafür Melodien drinnen?

00:56:37: Was sind das für Gefühle, die da drin sind in den Menschen?

00:56:40: Dann musst du als Produzentes schaffen, denen die Tür aufzumachen und zu sagen hey, hier ist der Spielwieser auch rein viel Spaß!

00:56:50: ohne zu bewerten, ob die jetzt die ganze Zeit nur auf der Schaukel sitzen und nicht da ins Kletterruß gehen.

00:56:55: Scheiß egal!

00:56:56: Wenn die an die Schauke wollen, wollen sie ja nicht schaukeln.

00:56:58: Da bringen keine negativen Vibes was, da bringt kein... Sie jemanden schlecht machen was.

00:57:05: Da geht es darum dass das Kunst entsteht.

00:57:10: Neue Kunst.

00:57:11: Ja, mal wieder etwas Neues.

00:57:16: Also so ich würde das gerne dastehen lassen.

00:57:21: Ich glaube, das ist der perfekte Abschluss.

00:57:23: Auch wenn ich eigentlich gewillt bin zu fragen welches Bass da im Hintergrund steht?

00:57:29: Welche Marke, welche Modelle...

00:57:31: Das ist ein Fender Jazz Boss!

00:57:34: Ein

00:57:35: mexikanischer Fender-Jazz-Bass.

00:57:36: Oh

00:57:37: wow okay nicht schlecht.

00:57:39: Ich habe dahinter die billigere Version davon.

00:57:42: Das macht nix, da kommen auch Türen raus.

00:57:44: Das ist scheißegal.

00:57:47: Oder es ist auch noch ein wichtiger Punkt.

00:57:48: Stimmt, das können wir auch noch mitrengen und das gibt dann das extra.

00:57:53: Verlass dich nicht auf die Technik.

00:57:55: Es ist scheißegal was du für ein Instrument hast, es ist scheissegal!

00:57:57: Es ist Scheißegal das du für den Mikrofon hast... ...es ist Scheissegal was zu finden der Abhörer hast.... ...es is scheiß.

00:58:01: egal was deine Gitarre kann, was dein Keyboard kann und was sonst irgendwas.

00:58:04: Das ist alles vollkommen egal.

00:58:06: Das allerwichtigste bist Du.

00:58:09: Du kannst hier in deinen komisches Handy rein singen, du kannst da überall rein singe.

00:58:12: Es is kackegal.

00:58:13: Du musst dir Energie transportieren.

00:58:15: Das sei alles.

00:58:16: wie das aufgezeichnet wird kann man entweder alles später noch machen oder sonst irgendwas, aber diese allererste Idee und dieses Allererste und dieses Verlangen sich an ein Instrument zu setzen und etwas aufzunehmen oder eine Melodie zu finden.

00:58:29: Das ist darum geht das.

00:58:30: Es geht nicht darum dass du einen perfekten Bass hast.

00:58:32: es geht nicht darum, dass du keine Ahnung hast die super teuren Speaker hast.

00:58:36: Wenn du da Bock drauf hast dann kannst du das alles später auch noch machen.

00:58:38: Aber verlass dich nicht auf die Technik oder versteck dich nicht hinter der Technik.

00:58:48: Wenn du an der schrottigsten Scheißgitarre einen geilen Song schreibst, dann ist es ein geiler Song.

00:58:54: Da braucht man keine Martin dafür.

00:58:55: Du brauchst auch

00:58:56: keinen Fender Jazz-Bass dafür.

00:59:00: Das ist wurscht!

00:59:04: Ich seh das vollkommen genauso.

00:59:06: Also gerade wenn ich mit Musikern arbeite und kann ich keine Ahnung... Und sie sehen dann meinen violin Bass von Hofner Und die dann bräuchte Spiegel-Spass und das muss ja jetzt geil klingen.

00:59:23: Dann sind sie enttäuscht, weil Sie haben diese Erwartung dass die Technik ist geiler Macht Es immer geiler macht.

00:59:30: Wenn du

00:59:30: nicht spielen kannst, dann nützt dir der beste Wasnicks

00:59:33: voll.

00:59:33: Das ist halt der Punkt.

00:59:36: und natürlich muss ich sagen Ich bin irgendwo ein kleiner Nerd Der gerne auch so Sachen sammelt oder sich mit Alpen irgendwelche die ganzen Rekorden, Online-Magazine immer liest und guckt was so gerade abgeht.

00:59:50: Aber an sich erinnere ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern dass es nicht immer... Also mein Studio macht's jetzt nicht geiler nur weil ich alles jetzt absolut teuer mache.

01:00:04: also Es geht auch um dem Vibe und wie ich mit den Leuten umgehe und kommuniziere und wie sie sich hier fühlen wenn Sie hier sind.

01:00:16: Und wie du sagst, man kann heutzutage auch viel im Nachhinein machen.

01:00:24: Wenn du es irgendwie hinkriegst, diesen Moment festzuhalten, wo der Musiker oder wer auch immer klüht und gerade über seinen Tellerrand raus guckt, dann ist das einfach erstmals wichtigstes Fest zu halten, ob es jetzt ein Neumann-Mikrofon ist Rode oder was auch immer spät, dann muss man nicht die Rolle sozusagen.

01:00:51: Ja meine Rede!

01:00:53: Amen eigentlich.

01:00:55: Dann bedanke ich mich vielmehr für deine Zeit, sich immer die letzte kurze Minute um Freiraum zu lassen wenn es irgendwas gibt was gerade für dich rauskommt oder wenn du irgendetwas promoten willst oder irgendeine Sache die ansteht Leute irgendwie mitkriegen können sollen wollen.

01:01:23: Nee, das einzige was ich habe ist dass sich

01:01:25: allen

01:01:26: Menschen und allen Kreativschaffenden sagen möchte traut euch viel Spaß beim Trauen.

01:01:36: Oh, das ist sehr schön!

01:01:38: Weil ich weiß du hättest auch etwas anderes nehmen können weil ich weiß ja du warst im Rahmen von unserem Ofmucker ein kleines Musikprojekt Aber das hat der Jerry schon promoted.

01:01:53: Es soll doch zeitlos sein, deswegen... Zeitlos ist... Traut euch!

01:01:57: Viel Spaß dabei beim Trauen, es ist spannend.

01:02:03: Ich danke vielmals, es war wirklich ein tolles Gespräch.

01:02:08: Sehr gerne Bis zum nächsten

01:02:10: Auf jeden Fall.

01:02:11: ich bin immer bereit Können wir nur zwei Podcasts draus machen hätte ich kein Problem

01:02:18: Die ganze Zeit nur quatschen.

01:02:22: Dann setzt du mich das nix mehr aber in den

01:02:24: Garten.

01:02:24: Das mache ich dann auch, das mache ich auch aus.

01:02:27: Oh ja, der Nix machen wir unter den Bäumen.

01:02:30: Und im Bäumt ist es cool.

01:02:31: jeder sucht sich irgendwo um Vom und dann macht man Gespräch da vielleicht diesmal über Gärtnern oder sowas wäre auch cool.

01:02:40: Da frag' ich dich dann.

01:02:42: Ja stimmt, ich will mal eine kleine Schrage-Runde starten

01:02:48: Schön.

01:02:48: Okay, gut dann hau ich jetzt auch mal ab und nach weiter!

01:02:56: Wir sehen uns auf jeden Fall irgendwann wieder.

01:03:00: Bis dann!

01:03:03: Tschüss!

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