3. Catherine Sanke

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00:00:00: Kunst und Kröten.

00:00:02: Der Podcast, der Schluss macht mit dem Mythos das Kunst-und Geld nicht zusammengehören.

00:00:09: Hier treffen kreative Köpfe spannende Geschichten und harte Fakten aufeinander.

00:00:15: Was ist Kunst wirklich wert?

00:00:18: Wie kommt die Kohle rein Und warum darf Leidenschaft auch ein gutes Geschäft sein?

00:00:24: Mein heutiger Gast ist Catherine Sanke.

00:00:48: So, bevor wir jetzt in die echt spannende Folge gehen muss ich noch kurz dazwischengrätschen.

00:00:56: Ich habe noch zu sagen, dass ich jetzt unterstützt werde vom KUKAF.

00:01:01: Das ist ein sozio-kultureller Verein in Tuttlingen in der Katharinenstrasse neun.

00:01:06: Schaut auf die Homepage kukaf.de.

00:01:09: Komm vorbei!

00:01:11: Wir haben viele interessante Veranstaltungen dieses Jahr noch und coole Konzerte.

00:01:17: Da sind coole Leute also schaut gern vorbeihund unterstützt wie ihr wollt und könnt.

00:01:23: Ja, das noch so dazwischen.

00:01:25: Und jetzt viel Spaß und danke ans KUKAF!

00:01:34: Ich freue mich sehr dass du noch die Zeit gefunden hast mit teilzunehmen.

00:01:39: Und ich beginne immer gleich direkt mit der Frage was Kunst und Kultur für dich bedeutet?

00:01:47: Hallo Lukas, ich freue mich mega dass Du mich gefragt hast und eingeladen hast.

00:01:51: deswegen erst mal auch ein großes Danke an Dich Was kunst Kultur für mich bedeutet, fragst du.

00:01:58: Du hast mir die Frage eben schon kurz so als Einstiegsding gedroppt?

00:02:04: Ich habe da kurz drüber nachgedacht – ich glaube wenn es mich so ganz aus der Kalten erwischt hätte, hätte ich dir gar nicht sofort was sagen können!

00:02:11: Für mich ist es auf jeden Fall einen Bezug sowohl in die Vergangenheit als auch in die Gegenwart und dann in die Zukunft.

00:02:20: also Kunst- und Kulturgüter gibt's ja Seit Urzeiten sozusagen oder Artifakte künstlerischer Art, wo man nicht genau weiß.

00:02:31: Hatten die einen kultischen Zweck?

00:02:33: Waren das reine Kunstobjekte?

00:02:35: also irgendwie die Brücke macht es für mich auf zu den Ahnen und genauso auch in der Jetztzeit im aktuellen Die Relevanz beziehungsweise auch die Brücke glaube ich eigentlich zur Vergangenheit.

00:02:57: Ich finde Kunst hat das Potenzial zu berühren oder was aufzudecken.

00:03:04: Wenn man es zulässt, wenn man sich auf die Betrachtung einlässt einen Zugang zu sich selbst oder zu Gefühlen in sich zu finden, die man vielleicht nicht so permanent dahin schärft nicht hat.

00:03:18: Wenn Man sich auf ein gewisses Kunstwerk einläßt egal ob das jetzt zeitgenössisch ist oder aus der Moderne stammt oder von noch viel früher dann kann das einem Zugänge öffnen zu einem selber und das finde ich total relevant.

00:03:34: Das heißt, du siehst darin sozusagen eine Form sich mit sich selbst zu beschäftigen?

00:03:42: Ob jetzt Du als Künstler der es macht in dem Moment sowie der Betrachter der es am Ende sich anschaut

00:03:51: Ja schon natürlich.

00:03:52: die Beschäftigung mit einem selber ist relevant aber auch dann rückkoppelnd Wie stehe ich in der Gesellschaft oder welchen teil trage ich guten gelingenden gesellschaftlichen Gefüge bei?

00:04:06: Das heißt, es ist die persönliche Note so wie sich in der Gesellschaft zu orientieren.

00:04:13: Eigentlich das mit dem wir alle immer kämpfen sozusagen und nicht kämpfen aber uns irgendwie beschäftigen müssen auf irgendeine Art und Weise weil wir Sozialwesen sind auf eine große Art und Weise

00:04:25: Ja, so würde ich das schon sehen.

00:04:27: Und war das für dich immer schon ein tiefer Eindruck.

00:04:31: Kunst oder also wie hat sozusagen angefangen für dich, dass so dieses ich will was Kreatives machen.

00:04:38: Ich will irgendwie Wie kamst du?

00:04:41: Sozusagen überhaupt drauf Kunst zu machen?

00:04:44: und wie dann auf diese spezielle Thema von Kunst also auch dein Fachbereich?

00:04:52: Ich glaube ein gewisses Gewissen Antrieb dazu gab es schon immer in mir als Kind.

00:04:59: Ich hatte das Glück, dass es vonseiten meiner Eltern gefördert wurde.

00:05:04: Ich war als Kind schon in einem Zeichenkurs oder so wie Jugendkunstschule und hab dann im Leistungskurs auch Kunst gewählt weil's mir einfach Spaß gemacht hat.

00:05:18: Und habe mich aber nach der Schule nicht gleich getraut, Kunst zu studieren was ich rückblickend total richtig finde, weil ich glaub man kann ruhig erst ein bisschen Lebenserfahrungen sammeln um mit dem Kunststudium anzufangen.

00:05:30: Und dann habe ich eine Ausbildung zur Holzbildhauerin, in welches das Garten absolviert.

00:05:36: Es ist eine bildhauerische Ausbildung die natürlich einerseits Handwerkliches abdeckt aber andererseits auch sehr des künstlerischen Auge oder auch die künstlersche Bildung geschult hat.

00:05:47: und nach der Ausbildung hab' ich dann ein Studium im Halle an der Burgiewichenstein der Kunsthochschule angefangen In der Fachklasse für Plastik Untertitel Keramik.

00:06:02: Also sind in Halle, ist das so aufgeteilt in Fachbereiche mit Materialschwerpunkten und ich habe während meiner Ausbildungszeit in der Töpferei gearbeitet und da viel mit Ton gearbeitet wollte dann speziell nochmal in dem Material mich weiter bilden und Bildhauereien mit dem Fokus keramische Materialien studieren und hab das in Halles studiert.

00:06:25: Aber jetzt interessant Der Fachbereich hieß Plastik, den du als erstes hattest mit dem Unterkeramik.

00:06:31: Genau der Fachbereich heißt Plastikklasse Keramik.

00:06:36: Es gab also die benennen sich jetzt teilweise auch um.

00:06:38: Die Hochschule hat auch andere Strukturen aber es gab eine Fachklasse für Glas und eine für Metall Die Bildhauerei war er dann so im Holz- und Beton-Gibbssache verortet.

00:06:50: Da gibt's nicht nur diese strikte Trennung Aber wenn man ein bisschen noch mal einen spezielleren Fokus haben will, dann kann man sich danach auch richten.

00:07:00: Aber ich hänge jetzt gerade an diesem Plastik... Ist es wirklich Plastika wie wir?

00:07:04: Also wie ich das im Kopf habe?

00:07:06: Plastikk...?

00:07:07: Also du meinst schon das Wort Skulptur oder?

00:07:09: Ja ja im Skulpturbereich aber halt mit dem Material Plastik.

00:07:14: Also schon das Plastikt, das man so kennt auch im Alltag oder ist es...

00:07:17: Nein, nein, Plastikk in Sinne von Skulptur also nicht in Sinne vom Kunststoff sondern

00:07:23: von... Okay ich verstehe.

00:07:24: Jetzt, jetzt, okay.

00:07:26: Das war mir sogar ein Ticken zu hoch.

00:07:28: Plastisches Arten?

00:07:29: Plastisch, okay, vom Plastiskommentar.

00:07:31: Ich habe Plastiekopf gehabt und wenn du dann sozusagen War dir dann auch klar, dass du das beruflich machen willst?

00:07:47: Oder war es eher so, ich hab Bock damit, das mal zu studieren.

00:07:52: Und dann guck ich mal wo ich am Ende lande, berufsmäßig oder hat sich das eher so ein bisschen alles gefügt mit Sachen oder Leuten die du kennengelernt hast und Dinge die du gehört hast ...

00:08:06: Ich glaub ist eine Mischung aus beidem.

00:08:08: Ich bin ein Mensch, der eine hohe Flexibilität mitbringt.

00:08:13: Gepaart aber auch mit einem Fokus einer Mischung aus rationellem Denken und innerer Intuition zum Kompass, wo ich vielleicht hin will.

00:08:26: Und insofern habe ich schon während des Studiums auch fakultative Angebote wahrgenommen die so auf die Professionalisierung ... Berufsbildkünstler hingearbeitet haben.

00:08:39: Das ist jetzt im Kunststudium nicht Standard, dass das vermittelt wird.

00:08:44: Da gab es irgendwie EU-Lehrgelder wo eine extra Stelle geschaffen wurde.

00:08:48: da haben auch nicht so viele Leute teilgenommen.

00:08:50: ich habe mich immer gewundert weil ich fand das sehr hilfreich und dann kurz vor dem Abschluss erinnere ich mich an den Telefonat mit meiner Mutter.

00:09:01: Also, Mama Danke du hast mich ja immer gefördert in dem.

00:09:03: aber jetzt bin ich hier fertig mit einem Studium gleich.

00:09:06: Ich weiß gar nicht was sich machen soll.

00:09:07: Oh Gott war das nicht alles falsch?

00:09:09: Mit der Kunst kann man doch überhaupt kein Geld verdienen.

00:09:11: und sie war so hey Kind mach mal weiter!

00:09:14: Das wird schon alles... Du machst es schon richtig.

00:09:18: Und Ja So kam's denn irgendwie auch.

00:09:21: also da bin ich sehr froh in des Vertrauen Was sie mir gegeben hat In mich.

00:09:28: Das heißt, er war schon erst ein Zweifel so von deiner Seite aus da.

00:09:32: Also während des Studiums nicht?

00:09:34: Lange auch nicht und eben ja auch schon der Fokus in der Form der Weiterbildung auch dahin was wie kann so ein Leben als Künstlerinnen aussehen?

00:09:44: Und dann so kurz vor Ende doch so ein bisschen das Muffensausen und dieser Umbruch und schaffe ich das?

00:09:50: und oh Gott Wie geht es überhaupt?

00:09:51: also natürlich Ja

00:09:55: Hat es denn angefangen, also wie bist du es angegangen, dass du Geld verdienst damit?

00:10:01: Also ist das wirklich klassisch.

00:10:03: Wie man das kennen mit Ausstellungen und was sich verkauft oder ist der Weg eigentlich auch da ganz anders?

00:10:11: Ich muss das so fragen weil wenn ich das über aus dem Musikhaus überlege denken alle man schreibt ein Hit und damit verdiebt man Kohle aber Der wenigste, also es passiert sehr selten.

00:10:21: Das Geld wird dort auch eher anders verdient als... und so frage ich mich das in der Bildungkunst ob das das klassische Ding ist von Bilder verkaufen oder Skulpturen?

00:10:32: Oder ob dann anderen Weg sozusagen gibt wie man hauptsächlich seinen Geld ein bisschen verdient.

00:10:38: Ich glaube, das kann sehr unterschiedlich sein.

00:10:40: Das finde ich auch das Schöne an diesem großen Berufsbild, dass ich trotzdem das Gefühl habe man kann so seinen eigenen Weg darin finden.

00:10:47: und es kann natürlich das sein, dass du eine Galerie hast die dich vertritt, die deine Werke verkauft.

00:10:52: und ich kenne auch Künstlerinnen, die davon leben, dass sie regelmäßig Verkäufe über eine Galerie haben oder wo das eine Säule ihrer Einkommensgeneration ist.

00:11:02: Bei mir ist es anders.

00:11:04: Warte mal, deine Frage war Wie ich wollte genau nochmal da anknüpfen,

00:11:10: wie

00:11:10: ich angefangen habe.

00:11:14: Mein Studium war fertig oder es war absehbar dass das fertig ist zu dem Stichtag irgendwann im September und dann hab' ich mich beim Jobcenter erst mal als Arbeitslos gemeldet Und Hartz-IV bezogen, oder ALG II, ich weiß nicht wie das damals hieß.

00:11:28: Das war auch Corona.

00:11:28: Ich hab mein Studium im September zwanzig abgeschlossen und hab dann gleich noch Ende des Jahres vom Jobcenter, weil ich den schon gesagt habe, ich will mich selbstständig machen aber ich will diese Selbstständigkeit nochmal solide aufbauen.

00:11:41: Und das glaubwürdig dargelegt hat konnte ich einen Einstiegsexistenzgründungssiminar machen.

00:11:50: Das war nicht mit dem Schwerpunkt Kunst, aber hatte natürlich auch noch mal so Inhalte wie Buchhaltung, Marketing und solcherlei Dinge.

00:12:00: Das hat ich dann zum Ende des Jahres abgeschlossen, habe dann meinen Businessplan geschrieben um.

00:12:07: beim Jobcenter gibt es gab es – ich weiß nicht bis jetzt ist die Möglichkeit nochmal nach der Gründung einen jahrlang Einstiegsförderungszuschuss zu bekommen.

00:12:17: Das muss man natürlich auch wieder irgendwie solide darlegen, dass es tragfähig ist was man da tut.

00:12:22: Das haben die bewilligt und dann habe ich noch ein Jahr lang diesen Zuschuss bekommen und bin seit dem Jahr des Jahrhunderts schon selbstständig.

00:12:30: Und im ersten Jahr habe ich viele Bewerbungen geschrieben für Ausstellungs-Beteiligung, Wettbewerbsstipendien und ich glaube ein Jahr nur Absagen gekriegt.

00:12:39: Ich weiß gar nicht, was mich motiviert hat weiterzumachen.

00:12:44: Aber irgendwie wollte ich es doch genug machen!

00:12:46: Es gab eine Kollegin, die mich eingeladen hat für eine Ausstellung.

00:12:49: Das sind dann wieder so schöne Momente.

00:12:52: Du schreibst Tausend Bewerbungen und kriegst Absagen von einer Seite, wo du das gar nicht erwartest.

00:12:56: Kommt dann plötzlich was?

00:12:57: Und du denkst okay, dann mach' ich das... Also es war nicht so dass ich in dem Jahr keine Ausstellungen hatte aber nicht so wie ich dachte, dass es laufen müsste oder würde.

00:13:08: Mein Einkommen generiert sich aus so verschiedenen Säulen.

00:13:14: Das sind zum einen Gebigkurse mit.

00:13:18: in einem sozialkulturellen Zentrum leite ich eine offene Werkstatt und gebe da Töpferkurse, das ist in Leipzig.

00:13:24: Ich habe aber auch ein Jahr lang in Berlin gearbeitet und da eine Keramikwerkstatt im Kurs geleiteten Kursformat Und bin dann immer noch nach Berlin gependelt.

00:13:34: Und ein anderer Teil ist, dass ich einen Lektorat für eine Karamikfachzeitschrift mache.

00:13:41: Das ist so die Mischung aus... Also da kommt gar nicht so viel Geld rum.

00:13:45: aber dann kriege ich in diesem nieschigen Thema doch noch gewisse aktuelle Infos mit.

00:13:52: und dann arbeite ich von Yoga Studio.

00:13:54: das hat quasi gar nichts mit Kunst zu tun Aber es ist ein Job der irgendwie gut zu mir kam über meinen damaligen Mitbewohner und wir kennen uns jetzt lange.

00:14:05: Ich kann flexibel von überall arbeiten, ich mach das am Rechner der weiß dass ich Künstlerin bin und dass mein Hauptjob eigentlich ist und dass sich den Job braucht um so monatlich eine Basis reinzukriegen.

00:14:15: und er weiß aber auch dass er sich auf mich verlassen kann und dass es irgendwie das was gemacht werden muss oder auch wenn man schnell irgendwas gemacht werden mußt dass ich da auch die zeitliche Flexibilität mitbringe und sage okay dann mache ich das jetzt und schieb das andere woanders hin Ja.

00:14:31: Das heißt, der eine Teil mit den ganzen Künstlensachen, das läuft über deine Selbstständigkeit sozusagen?

00:14:38: Und der Job in dem Yoga-Studio, der Kleine, der läuft separat davon ist wahrscheinlich ein Minijob oder...

00:14:44: Nee ich habe zwei Selbstständigkeiten also ich bin komplett selbstständig Ich bin nicht angestellt.

00:14:48: Also es gibt ja auch

00:14:49: so

00:14:49: Leute die dann eine halbe Stelle haben und darüber die Krankenkasse finanzieren.

00:14:57: Ich hab diese zwei Selbständigkeiten generieren natürlich mein Haupteinkommen aus künstlerischer Tätigkeit, sonst würde das für die Künstlersozialkasse nicht funktionieren.

00:15:07: Aber habe eben so gewisse Sicherheiten oder weiß

00:15:12: ich

00:15:12: brauche ja eine gewisse Summe im Monat und die muss ich irgendwie

00:15:15: stemmen.".

00:15:18: Und wie viel von diesen Stipendiaten hast du insgesamt gemacht?

00:15:23: Jetzt mit dem in Tutling jetzt von uns vom Cougar war aus.

00:15:27: Stipenden meinst Du, wie oft dich irgendwo Stipendiatin?

00:15:32: Das ist eine gute Frage.

00:15:33: Es ist schon ne lange Liste, hab ich jetzt festgestellt.

00:15:35: Also manche Formate waren auch echt kurz.

00:15:37: das war nur ne Woche.

00:15:39: Ich war zweimal in Neuenburg, dass es in Friesland Dann war ich in Frankreich mal auf nem Symposium Was zwei Wochen glaube ich lang war?

00:15:49: Ich hatte ein sehr tolles Stipendium.

00:15:51: das wird für Bildhauerinnen mit Kind oder Kinder ausgeschrieben also explizit ne Frauenkünstlerin Mütterforderung, die es so lange Zeit überhaupt nicht in Deutschland gab und seit dreißig Jahren aber in einem Kaff bei Leipzig also bei Grimmer sich etabliert hat.

00:16:11: Ein Künstler-Gutbrösel, da kann man einen Monat kriegt man dann ein Stipendium, kann das Kind mitbringen, das wird tagsüber betreut.

00:16:18: In derzeit kann man natürlich frei ... Hat man zur freien Verfügung immer eine Atelier zu arbeiten?

00:16:23: Und den Nachmittag hat man dann die Zeit mit seinem Kind oder mit seinen Kindern.

00:16:28: Und es ist räumlich alles so gut strukturiert und organisiert, dass man selbst am Nachmittag entweder fahre ich mit meinem Sohn zusammen in der Werkstatt.

00:16:35: Der hat auch im Ton rumgeknetet und ich habe bei mir irgendwie was weitergemacht oder wir sind an See gefahren.

00:16:39: dann hab' ich den Abend schlafen gelegt und bin da noch mal runter in die Werkstatte und konnte nochmal zwei Stunden Nachtschicht machen.

00:16:45: aber halt das war ein richtig schönes Arbeiten- und Format.

00:16:48: Jetzt hier in Tuttlingen war ich drei Monate?

00:16:50: Das war das längste, was ich bis jetzt

00:16:52: hatte.

00:16:52: Oh, das längeste!

00:16:54: In Tuttling, das Längste, das ist hart

00:16:57: Nein, im Gegenteil.

00:16:58: Das war total toll!

00:17:00: Ja es hat seine

00:17:02: Ecken... Ich hätte mich früher mit dem jüngeren Alter meines Kindes noch nicht auf so lange Stipendien beworben und habe auch jetzt gemerkt die drei Monate ging total gut aber für so.

00:17:14: es gibt ja auch halbjahres stipendian oder jahresstipendium.

00:17:17: das kann ich mir erst vorstellen wenn er wieder ausm haus ist und ich quasi fugelfrei bin und da nicht irgendwie die familiäre.

00:17:26: Man belastet ja die Familie stark auch damit.

00:17:29: Ich finde, Kunst machen muss immer das soziale Umfeld mittragen.

00:17:33: also du machst es nie nur alleine ist vielleicht auch mit anderen Jobs so das weiß ich nicht.

00:17:37: aber ich habe schon das Gefühl da ist es im speziellen so dass man auf Hilfe von welchem Netzwerk auch immer ob das familiefreunde monetärer art manchmal vielleicht auch angewiesen ist.

00:17:50: Das fand ich ein sehr schöner Satz weil das hat mir auch gerade so ein bisschen warum ich den Podcast überhaupt mache, hat mir auch ein bisschen so dieses Grad etwas geöffnet.

00:18:00: Weil das konnte ich sehr gut nachfühlen weil bei mir ist es immer so dass sich sozusagen die Familie mit der ich lebe zum bisschen das mittriegt, dass ich hier Studioarbeit zu tun habe zum Teil, weil ich's will und zum Teil weil es halt eine Auftrag ist und das dann immer auch mit Zeit und besonders hier auch Kraft zu tun hat.

00:18:26: zum Teil und also es ist das fühle ich komplett nach, dass es einfach dein Umfeld muss.

00:18:32: oder wenn du das richtige Umfeld hast dann ist es nicht mal ein Muss von irgendeiner Seite.

00:18:39: Ich muss das akzeptieren sondern es ist halt glaube ich... Es fügt sich irgendwie.

00:18:44: Also verspricht ihr darüber auch in der Familie sozusagen?

00:18:48: Oder hat sich das eher so ein bisschen eingekrooft?

00:18:54: Ich glaube, gut ist es wenn sich's irgendwie fügt miteinander oder nicht so ein krasses Abreiben aneinander immer ist und man darum kämpfen muss ob jetzt der eine das machen kann oder der andere sich irgendwie wie auch immer zu kurz da dann vorkommt.

00:19:08: Ich hab das eben schon von meiner Mutter erzählt.

00:19:11: Die hatte immer das Vertrauen in mich und von der habe ich eine große Unterstützung erfahren, auch in Situationen wo es um die Betreuung meines Kindes ging.

00:19:20: was mit dem Vater, mit dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe aber wir leben nicht mehr zusammen als Paar ... Momenten wo er das vielleicht nicht übernehmen konnte Und jetzt für die Zeit in Tutlingen hab ich das natürlich vorher mit meiner Familie abgesprochen, also in dem Fall mit meiner Mutter und dem Vater meines Kindes.

00:19:40: Mit meinem Kind dann nachgelagert weil ich erst mal die organisatorische Ebene klären wollte ob es überhaupt geht kann ich dazu sagen.

00:19:45: Ich habe totale Lust es zu machen Und die waren beide so sehr.

00:19:50: hey ja Das ist eine super Chance für dich machte's und das Rechne ich den hoch an verdanke ich den.

00:19:56: Also verdank ich denen und danke denen dafür dass es möglich war.

00:20:02: Es hat leider deinen Denn Junge nicht richtig kennengelernt, nur am Rande so ein bisschen mitkennengelernte.

00:20:10: Aber er wirkte auch sehr aufgeschlossen und mich hat ja damals schon interessiert.

00:20:15: und mich interessierte es immer auch brennen wenn ich Leute habe da hab die eine Familie haben gerade Kinder.

00:20:22: Mich interessiert es immer brennt wie die Kinder auf sozusagen diese Form von Kunst reagieren oder ihre Eltern einen Teil ihrer Eltern sozusagen ausüben, weil das Kind ja in dem Fall der auch sieht dass es der Job ist.

00:20:39: Das heißt es ist ja gleichzeitig ... das Kind weiß sagen wir mal du hast Spaß da dran aber es kostet auch die Zeit die du vielleicht auch mit ihm verbringt.

00:20:49: also es ist bei Kindern immer ein bisschen alles zu spalten.

00:20:53: Wie reagiert er denn so direkt auf diese Kunstform und auf deine Arbeit an sich?

00:20:59: Also, der geht ja wahrscheinlich auch mal durch eine Ausstellung von dir und guckt sich das an.

00:21:03: Und was du getan hast ist die Reaktion sehr persönlich von ihm.

00:21:10: oder hat er auch sozusagen ein Interesse an dem, was du tust?

00:21:15: einfach, dass er so wertschätzen kann, dass du das tust, also Wertschätzen klingt blöd aber ist so aus einem neutraleren Punkt auch sehen kann.

00:21:28: Das

00:21:30: war ja hochkomplex und viele Fragen in einer, ich gucke mal... Ich fange woanders an.

00:21:38: als Kind nimmt man die Welt immer sehr echzentriert wahr?

00:21:42: Also was so ist, ist halt einfach so.

00:21:44: Dann ist Künstlerin der Beruf den meine Mutter ausübt.

00:21:48: Natürlich kriegt er in der Schule mit.

00:21:49: Es gibt andere Leute wo die Eltern etwas anderes verdienen und mehr Geld haben.

00:21:55: Und vielleicht auch jede Ferien krass weit weg im Urlaub fliegen, wo ich sage ne?

00:22:00: Das vertrete ich ethisch zum einen nicht aber zum anderen kann ich es mir finanziell nicht leisten oder wir uns nicht.

00:22:09: Der ist damit groß geworden dass ... Ich kunstmache.

00:22:14: Ich habe Kasi mir nach dem ersten Studienjahr bekommen, hab den als Kind immer mit in die Hochschule genommen oder am Nachmittag von der Tagesmutter abgeholt und dann ist er im Burghof noch ... Entweder hat er da gepennt oder hat rumgespielt.

00:22:29: Das heißt irgendwie ist er damit groß geworden.

00:22:34: auch durch diese Stipendien-Möglichkeit.

00:22:35: in Brösitz aber auch an anderen Orten wo er mich besucht hat oder mitgekommen ist hat er immer wieder mitgekriegt, ich arbeite künstlerisch sozusagen.

00:22:50: Der bringt selber auch ein Interesse dafür mit?

00:22:52: Ich würde sagen nicht so einen langen Atem.

00:22:54: also oft hat der dann in der Werkstatt auch mal was Kleines mitgemacht ist dann auch voll stolz darauf.

00:22:59: es gibt auch Sachen die wir zusammen gemacht haben.

00:23:01: da muss sich dann immer oder betont erst dass ich das in der Ausstellung bitte unbedingt markieren muss, dass das auch von ihm ist.

00:23:10: Eine Ausstellung vom Punktbild in der Künstler stand mal nur mein Name bei einer Sache die wir zusammen gemacht haben.

00:23:16: Da war er so.

00:23:16: warum stehe ich da nicht mit drauf?

00:23:18: Ich habe doch damit gemacht und ich war so Gott sorry ja du hast voll recht ich weiß es wahrscheinlich über mir untergegangen ich nehme es mal auf meine Kappe aber insofern hat er da schon einen Stolz und freut sich drüber.

00:23:36: Ich würde schon sagen, er bringt auch mir eine Wertschätzung oder dem was ich mache.

00:23:40: Und auf jeden Fall ein Interesse.

00:23:41: und natürlich ist es mit einem Kind immer so dass egal was wir machen wollen das ein Abgleichen beider Bedürfnisse ist.

00:23:51: also wenn ich sage ich will in die Ausstellung gehen ob dann nun meine Arbeiten hängen oder andere sagt ihr vielleicht euch habe gar nicht so große Lust ich sag hey doch komm du musst mit Dann machen wir's ne Stunde und ich würde vielleicht noch zwei oder drei Stunden da bleiben wollen.

00:24:04: Aber der Kompromiss ist dann, okay wir waren eine Stunde drin haben uns das angeguckt.

00:24:07: Haben über ein paar Sachen gesprochen und dann machen wir was anderes, was ihm wieder Spaß macht wo ich vielleicht so ein bisschen bin naja gut wann können wir damit wieder aufhören?

00:24:15: Aber ja und so ergänzt sich das und so lernt man ja auch miteinander den anderen

00:24:20: zu leben.

00:24:21: Das war mir einfach ne wichtige Frage weil ich habe ihn ja bei vielen Veranstaltungen gesehen hier wo du auch hin wolltest.

00:24:29: besonders spannend fände ich eigentlich seine Perspektive.

00:24:32: vielleicht sehe oder du musst ihn mal fragen, oder du hast ihn wahrscheinlich schon gefragt.

00:24:38: Gerade dieses Kunstprojekt von Ben und Ronja da in Neuhausen Ergraf war es ja zum Teil schon sehr speziell was da gemacht wurde.

00:24:47: Fand ich irgendwie sehr lustig dass er ja mit dir immer ganz vorne saß.

00:24:51: also mich interessiert da die Perspektive weil's ja zum teils schon sehr schwerlastiges Zeug ist das man jetzt nicht sehr experimentell halt fand ich.

00:25:02: Deswegen vielleicht sehe ich ihn noch mal, da muss ich ihn fragen.

00:25:04: Ich frage

00:25:05: Ihnen gerne nochmal selber also der würde sich freuen nochmal herzukommen glaube ich.

00:25:08: aber was ich da sagen kann so wie ich es wahrgenommen habe zumindestens er bringt schon für so eine Veranstaltung auf jeden Fall den Interesse auch mit.

00:25:16: und dann war ja der Kompromiss okay kommen die Sache gucken wir uns noch an danach gehen wieder Kicker spielen haben ne runde kicker gezockt und dann also das war ja glücklicherweise e-Pause und dann konnten wir den nächsten Ekt auch wieder in Gänze gucken und wir tauschen uns schon darüber danach aus was hat dir daran gefallen?

00:25:33: oder wenn du sagst, was hat ihm nicht gefallen?

00:25:36: Und darüber gehen wir ins Gespräch auch einfach.

00:25:40: Also das ist ja inzwischen der auch so groß dass ich das Gefühl habe Das ist ein richtig fundierter Austausch teilweise Was mich selber manchmal überrascht Aber ich glaube es war auch in jedem anderen Alter So dass wir irgendwie Dann halt eine altersgerechte Ebene damit hatten der kommunikation drüber

00:26:01: und Also wenn ich das mal ganz pragmatisch jetzt zu Hause, ist es so dass du deine Eigenständigkeit hast.

00:26:09: So kommt das Geld rein und wahrscheinlich auch irgendwie weiß nicht ob er wird nicht zu persönlich sein aber wahrscheinlich auch der Unterhalt vom Vater wahrscheinlich irgendwie eine Rolle spielt schätze ich mal und das führt sich dann für euch zusammen und so kommt ihr sagen wir mal ihr beide recht gut durch.

00:26:27: Eine

00:26:28: Zeit lang war es so, inzwischen ist es so dass Hannes und ich das klar im Wechselmodell haben.

00:26:32: Das heißt er zahlt keinen Unterhalt also das Kind quasi mir ist genau gleich verteilt sozusagen beim Vater wie auch bei mir.

00:26:40: Dadurch krieg ich kein Unterhalt aber muss ihm ja auch keine Zahlen und ich hab Wohngeld beantragt.

00:26:48: der Antrag Die Erwartungszeit dauert gerade immer acht Monate.

00:26:52: Ich habe das letztes Jahr im Dezember beantragt, jetzt ist gleich August und ich hab immer noch keinen Bescheid.

00:26:57: aber ich glaube jetzt von der Woche kamen der Brief was sich nachreichen muss und dann kann ich gleich den nächsten Antrag für nächstes Jahr stellen.

00:27:07: also ich sage mal so ohne das Sozialsystem was wir hier in Deutschland haben wäre es auch nochmal härter.

00:27:13: ich verdiene schon Geld aber ich bin an der unteren Einkommensgrenze von dem was weiß ich, diese Studien die Menschen also von Geld was Menschen zum Leben haben und so.

00:27:26: Und hast du das auch, dass er diesen Kurs erwähnt den Du durchgemacht hast ein bisschen mit Eigenständigkeit aber nicht aus einfach ohne jetzt den künstlerischen Aspekt?

00:27:37: Hast du da das gelernt diese ganzen Anträge und alles auszufüllen?

00:27:41: und wenn du dahinter kommst dann musst du das ausfüllen oder bist Bist du, hast du dich da selber so durchgefügt?

00:27:47: Weil ich fand das hart der Arbeit immer.

00:27:49: Ich war auch eine Zeit lang habe ich mich arbeitslos gemeldet und dann ging es darum wie lange ich das hab und dies und das.

00:27:56: also waren sehr viele Fragen und sehr viele Anträge wo ich immer wieder ausführen musste.

00:28:00: Hast du dich dazu sagen selber durchgefugt oder hast Du einfach diese straight klare Seite in dir die so ganz funktional sowas angehen kann?

00:28:12: Beides.

00:28:13: Also ich habe schon im Studium irgendwann mal BAföG beantragt, das heißt es waren... Ich war irgendwie vertraut mit Antragsformularen.

00:28:20: als dann mein Sohn auf die Welt kamen gab's ja auch so Elterngeldanträge auszufüllen Kindergeld.

00:28:26: gut das beantragt man einmal und dann läuft das eigentlich.

00:28:28: aber in diesem bürokratischen System Deutschland bin ich immer mehr eingestiegen.

00:28:35: Ich war dann schonmal bei der Studienberatung über der Sozialberatungen.

00:28:39: für Herr Wieck kann ein Leben.

00:28:42: Also was finanziell, wie kann das funktionieren?

00:28:44: Du kannst Wohngeld beantragen.

00:28:46: So eine Dinge habe ich einfach gelernt mit der Zeit.

00:28:49: aber ich bringe auch eine gewisse Struktur oder einen rationalen Punkt mit wo ich sage okay ich hab keine Lust eigentlich das zu machen oder so ein Antrag finde ich ist immer ne Hürde.

00:29:00: Also gerade auch, du musst ja meistens eine finanzielle Auflistung machen entweder vom letzten halben Jahr oder eine Prognose fürs nächste halbe Jahr.

00:29:09: Die kann dann auch ganz anders ausfallen.

00:29:12: Dann gibt es da wenig Verständnis und dann gibt's Nachforderungen.

00:29:17: Inzwischen versuche ich mich davon... also auch darüber nicht zu ärgern sondern zu denken hey ich kriege da Geld geschenkt!

00:29:24: Ich sehe das auch wie ne Form von Stipendium für meine Kunstförderanträge, wo ich irgendwie Projektanträge oder so schreibe.

00:29:30: Für Projekte die ich voll gerne machen will setze ich mich auch hin und denke so oh da macht es schreiben fast sogar Spaß.

00:29:36: zumindestens von dem inhaltlichen Teil der Finanzplan okay aber das macht man ja dann auch.

00:29:41: und so blick ich jetzt auch ein bisschen auf diese Anträge die ich machen muss.

00:29:45: Das ist schon zäh und da geht natürlich Zeit drauf.

00:29:47: aber ich denk wenn ich das Geld am Ende kriege ist das gut investiert.

00:29:52: Stimmt aber würdest du... Ich habe diese These mir ein bisschen rausgezogen vom Podcast mit einem Jere Mias, das schon sehr viel Zeit dafür in Anspruch genommen wird.

00:30:04: Wenn man was machen will, Projekte, dass man es beschreibt finanzielle Aspekte aufschreibt und ist irgendwo einreicht und das dann nochmal durchgeht also der Prozess zu diesem Teil wo du das einfach machen kannst länger geworden ist sozusagen.

00:30:25: Also wie sage ich das?

00:30:26: Am besten sage ich es so, die Frage stelle ich am besten so.

00:30:30: Der Weg bis zu dem Punkt dass du es umsetzen kannst ist so gesehen wenn man selbstständig ist oder freier Künstler länger weil man ja wahrscheinlich viel mehr beantragen muss.

00:30:46: Ja also das stimmt Der bürokratische Teil hinter dem eigentlichen Kunstwerk machen ist groß.

00:30:54: Und das habe ich auch in einem von diesen, ich glaube noch im Studium, in diesen Vorbereitungskursen gehört, dass du effektiv als Künstler also, dass zu dir deine Atelierzeit die reine Zeit wo du im Atelier wirklich an dem Werk arbeitest richtig gut frei halten musst, selber quasi umkämpfen muss.

00:31:11: Dass du dir die nicht selber zubaust mit anderen Dingen und dass das vielleicht im Durchschnitt einen Tag in der Woche sind.

00:31:17: Die anderen Tage verbringst du mit Bürokratie-Organisationen, Antriegeschreiben, Netzwerkarbeit – was weiß ich?

00:31:23: Irgendwie vielleicht auch noch andere Geld verdienen.

00:31:26: Und der eine Artilietag bleibt dir pro Woche.

00:31:30: Also ich glaube es kann dann schon unterschiedlich gelagert sein... Manche arbeiten dann am Stück an einem Projekt und da entsteht dann viel Neues.

00:31:37: Und dann passiert wochenlang auch nichts im Atelier, andere schaffen das auch kontinuierlich ins Atelier zu gehen.

00:31:43: Ich weiß nicht wie die dann die anderen Sachen machen aber natürlich gibt es der Varianz.

00:31:49: Aber so ist der Rahmen

00:31:52: und du bist eher jemand der Projekt bezogen dann arbeitet oder bis jemand ja auch kontinoierlich im ATG ist.

00:32:02: Ich bin kontinuierlich im Atelier.

00:32:04: Ich hab da einen Rechner- und Tonarbeitsraum, also ein fürs sauberen und dreckiges.

00:32:10: Und ich wäre lieber noch häufiger am Ton ... Ja!

00:32:18: Also, auf eine Art gibt's eine Kontinuität aber jetzt auch nicht ... Ich schaff das auch nicht wöchentlich.

00:32:25: Ich bin jede Woche im Ateljäh, dass ich praktisch arbeite.

00:32:30: Ich meine, dann gehören ja auch so Sachen wie Recherche, Lesen dazu.

00:32:35: Das macht ja teilweise auch Spaß und bereichert mich und wirkt sich auf die entstehende künstlerische Arbeit aus.

00:32:42: Aber das Schöne ist eigentlich wirklich, die Zeit zu haben sowie hier ganz konzentriert an einer Sache zu arbeiten.

00:32:50: Und ich will mir das jetzt gerade von hier wieder mitnehmen und denken, komm, das schaffst du in Leipzig auch daran weiterzumachen?

00:32:55: Aber mal gucken ob es gelingt!

00:32:59: Das Leben spielt seine Eigenschaft.

00:33:04: Das würde mich noch sehr stark interessieren, die ich mit diesem ganzen Ton... Also wie kam es zu diesem Ton sozusagen?

00:33:11: Weil ich habe das Gefühl, dass ist für dich schon etwas sehr nochmal spezieller für dich von dem Material her als jetzt plastischem.

00:33:22: Genau!

00:33:23: Ich hab ja Holzbildhauerei gelernt als Ausbildung, hab da viel mit Holz gearbeitet mag das auch, aber habe mir in dem Sinne nie eine Werkstatt eingerichtet und es hat gerade überhaupt keinen Fokus.

00:33:34: Ich denke schon immer mal auf ich hätte Lust mal wieder was zu schnützen, aber dass das wirklich passiert...ich denke schon das wird irgendwann noch einmal vielleicht kommen, aber dafür hab' ich auch zu wenig Zeit in meinem normalen Alltag um noch ne Baustelle mehr aufzumachen.

00:33:49: Und dann habe ich ja eben der Fachklasse für Keramik studiert Keramische Materialien, sei es Tonen oder Porzellan in unterschiedlichsten Zuständen.

00:34:02: Mit denen habe ich viel gearbeitet und da meine Liebe zum Material festgestellt.

00:34:10: Ich arbeite richtig gern mit dem Material.

00:34:14: Inzwischen ist es so, dass ich eine Vorstellung hab, was als Arbeit entstehen soll.

00:34:19: Und das natürlich auch technisch das Wissen mitbringe, wie kann ich was realisieren?

00:34:24: und andere Dinge passieren trotzdem einfach im Machen.

00:34:27: Und ich denke da nicht bewusst drüber nach, das machen meine Hände oder mein Körper oder irgendwie ist es dann... Ich glaube was man auch klassischerweise so als Flow bezeichnet, so ein Zustand in dem ich dann bin.

00:34:37: Das ist total gut!

00:34:38: Und das habe ich mit dem Material am meisten.

00:34:40: Ich zeichne auch gerne und ich hab auch andere Projekte, auch Kooperationsprojekte mit Kolleginnen zusammen wo wir auch in anderen Materialien arbeiten, Textil, auch keramisch auf Papier.

00:34:56: Das mache ich auch total gerne.

00:34:57: Ich mag diese verschiedenen Bereiche auch und das bereichert mich ja dann auch wieder, aber in meinem eigenen Arbeiten ist es auf jeden Fall irgendwie der Ton oder das Porzellanen, also das plastische Material was sich so formen kann.

00:35:12: Ist es ein gewisses Gefühl einfach?

00:35:16: Dass du dich da so hingezogen fühlst gerade zu diesem Ton dass es weniger so ein Gedankprozess ist, damit kann ich am meisten machen oder sowas.

00:35:29: Sondern das ist eher so ganz plump gesagt.

00:35:32: Das fasse ich am liebsten an.

00:35:34: Wahrscheinlich schon.

00:35:35: Also der Maler malt halt irgendwie seine Bilder und da fragt man ja... Oder hinterfragt man das auch selten.

00:35:43: Warum malst du eigentlich Bilder?

00:35:44: Natürlich kannst du da auch verschiedenste Techniken, Öl, Aquarell, was weiß ich, altmeisterlich aber irgendwie ist das akzeptiert, der Mahlhalt.

00:35:56: Und im Ton hab ich schon immer mal wieder die Frage her und warum ist es jetzt aus Keramik?

00:36:03: Ich sag so ja, weil's mein Material ist!

00:36:06: Die Frage stellt sich mir nicht.

00:36:08: Oder das ist eine Entscheidung, die ich getroffen habe

00:36:10: mal...

00:36:12: ...und dann ist es mein Arbeitsmaterial.

00:36:15: Also natürlich wenn ich jetzt irgendeine Idee hab wo ich denke okay das lässt sich in dem Material gar nicht umsetzen würde ich vielleicht auch woanders hinkommen.

00:36:22: Aber mich reizt auch, wenn mich jetzt so was wie eine Leichtigkeit beschäftigt und der Ton ja eigentlich ein erdiges schweres Material ist.

00:36:29: Was auch gebrannt immer ne Schwere auf einer Art mit sich bringt Wie kann ich das vielleicht trotzdem?

00:36:37: Also gerade grad also wie sagt man es über?

00:36:41: Jetzt fehlt mir das Wort.

00:36:42: Also in dem Material da an die Grenze gehen dass es dann doch luftig und leicht wird Das ist ja etwas total spannendes Dann auch zu erforschen und zu experimentieren.

00:36:54: Ist es eigentlich teuer, das Material?

00:36:59: Es kommt darauf an was für ein keramisches Material man verwendet.

00:37:02: ich würde sagen Ton ist grundlegend kann der erst mal sehr günstig sein.

00:37:06: du kannst auch mit Erden die du in der Natur findest also wildem ton arbeiten und muss dafür quasi gar kein geld ausgeben je nachdem was man dann als veredelungsform haben will also was von brand wie auch was an Glasuren zum Beispiel drauf sein soll.

00:37:25: Ich arbeite selber sehr wenig mit Glasuren, aber welche Veredelung passieren soll geht es dann schon auch ins Geld?

00:37:31: Also mindestens die Brände.

00:37:32: wenn man nicht jetzt einen acharischen kleinen Brand im Garten in irgendeiner Erdhöhle macht wo man vielleicht nur ein bisschen Holz braucht sind etwas Energiekosten voll.

00:37:44: das Thema steigt alles klar

00:37:47: Weil wenn man jetzt so überlegt, so ein Keramikurs oder so Tonkurs.

00:37:52: Kosten ja schon Geld was ich auch verstehe besonders halt das Brennen weil die häufig Ofen haben die natürlich viel mit Energieverbrauch und da dazu zu tun hat.

00:38:03: du bist ja der spezielle zumindest die Tonne die Du ja hier gebaut hast.

00:38:08: Die hast Du nicht mitgebracht, die hast Du hier gebaut, weil Dich mitbekommen habe.

00:38:12: Also

00:38:14: Die

00:38:16: Tonne hab ich mitgebracht, die habe ich damals im Frühstück gebaut.

00:38:19: Ich hab hier ganz viel mit der gebrannt.

00:38:23: Aber auch die beheizt sich ja mit Holzkohle und auch so ein Sack Holzkohle.

00:38:28: Zehn Kilo kosten jetzt zwanzig Euro.

00:38:30: Eine Ladung zu brennen kostet zwanzich Euro oder sagen wir mal achtzehn, weil ich brauche nicht ganz die zehn Kilo ... Ich kann die aber nur für den zweiten Brand da reintun, die Keramiken.

00:38:41: Das heißt der erste Brand muss vorher passieren.

00:38:45: Je nach Ofengröße sind es auch ungefähr zehn bis fünfzehn Euro würde ich sagen.

00:38:49: Kosten die Brände jeweils... Ich sag jetzt mal thirty-fünf Euro.

00:38:57: Das heisst Es ist für dich eher Kalkulierst du das immer gleich mit rein?

00:39:04: So rum gefragt wenn Du weißt was jetzt ein Projekt für Dich irgendwie Weil du machst ja wahrscheinlich nur Projekte mit direkter Förderung dafür, sondern auch Projekten wo du zu Hause rumstehen hast und hoffst dass sie irgendwann eine Ausstellung irgendwie Platz finden.

00:39:20: Planst du das dann mit in deine, sagen wir mal monatliche Kalkulation mit ein?

00:39:24: Dass der brand ist und da muss ich das noch neu kaufen für dafür?

00:39:30: Brehnen Sie es ein oder hast du das alle schon auf Vorrat und hast sozusagen irgendwie so ne Art...

00:39:35: Auch da habe ich so eine gute Mischung würde ich sagen also durch Werkstattauflösungen von Kolleginnen, die inzwischen auch leider verstorben sind.

00:39:44: Schon irgendwie gewisse Dinge günstig oder umsonst bekommen, geschenkt bekommen und die lagern bei mir und von denen kann ich zähren.

00:39:55: In gewissen Punkten ist das total gut weil dann muss ich nicht drüber nachdenken kaufe ich mir das jetzt oder nicht?

00:39:59: Kann ich mit es leisten.

00:40:01: wenn ich Projektförderanträge schreibe kalkuliere ich das natürlich auf jeden Fall finanziell mit rein.

00:40:08: Ich sag mal, dem mit freien Arbeiten im Atelier.

00:40:12: Wo ich auch an einem Projekt arbeite aber für das es keine spezielle Projektförderung gibt.

00:40:19: Versuche mich immer möglichst frei davon zu machen, mich eingeschränkt zu fühlen.

00:40:25: Also ich will nicht denken, ich habe jetzt nur das eine Paket Ton sondern will aus dem Vollen schöpfen können selbst wenn es natürlich da Begrenzung gibt.

00:40:36: Lass ich das nicht so präsent werden und denkt dann, wenn der Brand jetzt sein muss, muss der Brand sein.

00:40:41: Und dann mach' ich den

00:40:42: einfach.".

00:40:44: Bis jetzt ging's immer ganz gut auf!

00:40:49: Das heißt da hast du nicht so viel Gedanken rein um dich eingrenzen zu lassen?

00:40:55: Nee, das braucht jetzt dem Brand...

00:40:58: Genau, bin ja vielleicht auch ein bisschen naiv.

00:41:00: Ich denke dann nicht soviel drüber nach.

00:41:05: Ich hatte das große Glück, in den Vorderpreis von der Hans-Purmann Stiftung zu kriegen für meine künstlerische Arbeit.

00:41:17: Das war so ein finanzieller Puffer, auch wie eine Anschub oder Startfinanzierung, die glücklicherweise einfach so kamen.

00:41:24: Natürlich, weil ich mich darauf beworben habe, aber es ist ja ein Nadel im Heuhaufen.

00:41:29: Und dieses Geld ist eigentlich was ... Das liegt immer noch mehr oder weniger unangetastet auf meinem Konto und ist mein finanzieller Puffer.

00:41:38: Mein Background, um zu sagen okay auch wenn mal ein Monat oder zwei Monate eine Durststrecke ist und wenig Geld reinkommt oder so.

00:41:46: also eben mein monatliches Einkommen das hatten wir schon.

00:41:48: das deckt so den den Alltagsbedarf.

00:41:51: aber zum Beispiel auch wenn ich denke ich brauche jetzt neues Porzellan Ich muss Porzellen bestellen dann das ist dann schon auch teuer Kann ich das quasi davon finanzieren?

00:42:02: Und wenn dann wieder ein bisschen mehr Geld reinkommt, dann nivelliert sich das wieder.

00:42:05: Also so ist es einen Puffer den ich habe der mir eine unglaubliche Sicherheit gibt Das auch einfach machen zu können.

00:42:11: Ich glaube verglichen mit Geld was andere Leute zur Verfügung haben weil sie Jobs haben wo sie über fünfzigtausend Euro Jahresdurchschnittshalt haben ist das überhaupt nicht zu vergleichen.

00:42:21: aber auf meinem Lebensstandard gibt mir dass die Sicherheit mich frei zu fühlen in meinem Kunstmachen.

00:42:31: Also muss aber auch dazusagen, ich verstehe wenn es Leuten zu unsicher ist.

00:42:42: Ich habe Freundinnen und Kollegen denen die Brauchenden haben höhere Sicherheitsbedürfnisse, auch die Frage Altersvorsorge

00:42:51: etc.,

00:42:54: da ist das echt so ein Abwägen.

00:42:57: Und so funktioniert's dann nicht glaube ich.

00:43:00: Da wäre das zu wenig an Sicherheit.

00:43:02: Ich bin der Risiko-Bereiter vielleicht.

00:43:05: Aber die Sicherheit ist ja ein bisschen da, also du hast halt dieses sozusagen dieses gewonnene Geld das du immer noch im Notfall für gewisse Kunstsachen hast.

00:43:15: Genau sie ist ein bisschen dar aber auch in irgendeinem.

00:43:19: ich habe mal noch einen anderes Format besucht wo es auch so ein Altersvorsage für Künstler auch speziell und so ging und dem was man an Rücklagen haben sollte und so dafür ist es auf jeden Fall viel zu wenig.

00:43:30: Also nicht vergleichbar mit, das waren sechstausend Euro.

00:43:35: Also ich meine jemand es gibt Leute die haben einen Monatsgehalt von mindestens viertausend Euro.

00:43:40: da bleibt natürlich auch am Ende des Monats meistens noch mehr übrig als das.

00:43:43: also in

00:43:46: dem Sinne

00:43:47: kein Verwögen aber es gibt mir trotzdem das Gefühl...

00:43:50: Es gibt dir Persönlichkeit die Sicherheit.

00:43:51: ja genau und ich glaube das ist ja auch das wichtigste.

00:43:54: also ich glaube für jene ist es ja auch was anderes gerade im künstlerischen Bereich.

00:43:59: Es ist mir aufgefallen, dass Sicherheit immer für jeden was anderes bedeutet.

00:44:03: Und am Ende spielt es keine Rolle.

00:44:05: Das sollte man und kann man das nicht vergleichen, sondern spielt am Ende die Rolle wie frei macht sein um seine Kunst zu machen?

00:44:13: Also da kann ich auch perfekt anknüpfen an zum Beispiel Mirimias oder der seinen Job hat als Lehrer, als Kunstlehrer und genau das eröffnet ihm aber die Freiheit seine Projekte so zu machen wie er sie will.

00:44:27: Und ich glaube, das ist der wichtigste Punkt und ich glaube deswegen mache ich diesen Podcast um genau das rauszufinden.

00:44:33: Was ist so die Sicherheit von diesem Künstler freiseine Sachen zu machen?

00:44:38: Also weil jeder Mensch braucht ja irgendwo ein bisschen Sicherheit für sich.

00:44:42: was es auch immer sein mag ob's familiäre Background ist oder ob's das finanzielle ist manchmal beides finde ich ist diese um.

00:44:53: damit man seine Leidenschaft ausleben kann Und das ist egal, was es im Leben ist.

00:44:57: Ob es Sport ist, ob's Kunst ist oder fast auch immer tanzen braucht man eine gewisse Art von irgendwohne Sicherheit um sich genauso ausleben zu können wie man ist.

00:45:08: und deswegen fand ich jetzt diesen Punkt sehr gut dass du den jetzt gesagt hast weil es ist deine Art von Sicherheit die vielleicht jemand anderes gar nicht als Sicherheit sehen würde.

00:45:19: Es geht gar nichts was auch nicht kein Vorwurf man dieser Person machen kann, aber es geht ja am Ende darum was die Sicherheit für dich ist eigentlich.

00:45:29: Genau das hast du voll gut und schön zusammengefasst und ich finde es knüpft gut daran an was euch am Anfang auch gesagt hat dass sich in diesem breiten Bild von bildener Künstler oder sagen wir jetzt Kunst trotzdem das Gefühl hat man kann so viele verschiedene individuelle Wege wählen und dein Podcast macht es ja gut hörbar an einzelnen Geschichten wie jeder, also einzelne Menschen das dann diesen Beruf mit ihrem Leben füllen sozusagen.

00:45:56: Ja und das tun was sie lieben oder was sie gern tun oder was die glücklich macht sozusagen?

00:46:03: Und ich finde was du gesagt hast von Jeremias, die Folge hatte ich ja auch gehört ist ja bei mir ähnlich.

00:46:09: Ich gebe diese Kurse, ich arbeite fürs Yoga Studio.

00:46:11: Das ist so der Sockel der mir die Sicherheit gibt quasi Ich sag mal nicht in erster Linie oder nicht nur vom Kunstmachen leben zu müssen und ich glaube das ist echt teilweise In der Realität immer noch hart verkannt.

00:46:26: Also entweder wird es dir als Vorwurf gemacht her du verdienst mit deiner kunst kein geld Oder bist du dann richtiger künstler?

00:46:32: Oder eben die nachweise für die künstlersozialkasse damit du da nicht rausfliegst.

00:46:37: Ich glaube ein gewisser teil davon entspricht nicht der realität oder ist einfach unrealistisch.

00:46:43: Und ja, dass ist so

00:46:46: Es ist ein Abwägen, ja.

00:46:48: Besonders dieses Klischeebild – ich nenne es immer gern Klischee-Bild wo gerne Leute haben bei Künstlern egal in welcher Form.

00:46:56: Wenn sie Künstler sind dann verdienen sie einen Haufen Geld und dann sind sie Künder damit und sind irgendwo da oben.

00:47:03: man kann sich nicht so berühren.

00:47:04: Sie sind irgendwie unerreichbar das künstler im klassischen Klischeebild für sie.

00:47:09: aber dass sagen wir mal wenn man ehrlich ist, wir kennen diese einen Prozent die ganzen großen Namen.

00:47:17: Die restlichen sind eigentlich Leute, die halt irgendwie gucken dass sie durchkommen und die Sicherheit für sich haben zu sagen ich mache was ich will also künstlerisch oder was auch immer spielt ja keine Rolle.

00:47:29: aber gerade diese Frage mit der ich mich auch viel beschäftigt hatte weil mir die leute die gestellt haben war immer dieses Was machst du beruflich?

00:47:39: Und ich wollte immer schon sagen, ich mach Kunst.

00:47:42: Das war das erste, was mir durch den Kopf ging.

00:47:44: Aber ich hab mich nicht gedraut!

00:47:46: Weil dann kommt die Frage, was für Kunst und wie kann man damit Geld verdienen?

00:47:49: Das geht doch gar nicht...

00:47:51: Ich höre das heutzutage noch in Kursen ...die ich leite.

00:47:54: Und das ist aber ein schönes Hobby.

00:47:56: Und was machen Sie berufliche?

00:47:57: Ich stehe vor den Leuten sagt Hallo, ich bin hier die Kursleiterin.

00:48:00: Das isst mein Beruf oder ein Teil meines Berufens.

00:48:03: Und es ist mehr als einmal passiert.

00:48:08: Es ist total skurril eigentlich, weil man sozusagen sich in der Verpflichtung sieht wenn schon zu lügen oder was anderes zu sagen oder so zu umschreiben dass es nicht klingt wie Künstler sein.

00:48:24: Oder das man sagt und dann häufig eine Reaktion bekommt von was?

00:48:30: Ja aber du machst es hobbymäßig wo arbeitest Du denn?

00:48:36: Frage in unserer Gesellschaft, also diese Relevanz oder diese Rolle von Arbeit und was ist richtige Arbeit?

00:48:43: Und eben welche Arbeit es bezahlt.

00:48:46: Welche Arbeit das unbezahlt, welcher Arbeit das unsichtbar wo immer noch... Also es gibt ja einen Umdenken aber das sind alles Kämpfe die noch weiter gekämpft werden müssen dass auch Kehrarbeit fair entlohnt wird.

00:49:01: Ja, also die Frau, die zu Hause sich um die Kinder kümmert und nicht arbeiten geht ist von dem Mann finanziell abhängig.

00:49:06: Und später dann auch in der Rente und kriegt weniger.

00:49:08: Das ist nach wie vor so.

00:49:12: Ich glaube das ist zum einen natürlich das vom System vorgegebene und zum anderen das was womit ja wir alle groß geworden sind mit einem Arbeitsethos du musst eine gescheite Arbeit machen dafür wirst Du entlohnt.

00:49:26: dass es das Richtige sozusagen dass Arbeit so vielfältig sein kann und eben manchmal auch nicht so klar mit ich verziehe diese Tätigkeit, dann kriege ich dieses Geld raus zu übersetzen ist.

00:49:43: Ich glaube es spiegelt sich genau in dem da noch wiederher was ist ein tolles Hobby?

00:49:47: Was du da hast!

00:49:48: Und ich glaub das hast du so ein guter Proof von dir sozusagen.

00:49:54: Manchmal ist es in der Kunst halt so, dass man nicht wie beim Job sagt okay ich arbeite Neun bis fünf und dann kriege ich auf diese acht Stunden den und den Lohn.

00:50:03: Jetzt können sie es halt häufig eine ganz andere Art von Abrechnung sozusagen, und ich glaube das macht's dann für viele zu einem Hobby weil es ist kein nine to five das und das bekomme ich.

00:50:15: am Wochenende hab' ich frei.

00:50:17: also die ganzen Strukturen die wir so kennen aus der Arbeit, also die halt da noch herrschen in der Arbeitswelt ist etwas dass man nicht direkt auf so ein künstlerisches oder künstlerisches Dasein übersetzen kann direkt.

00:50:30: Es ist halt eine ähnliche Spiel eigentlich, weil beide Seiten versuchen ja einfach ihr Geld zu verdienen.

00:50:36: aber es ist halt ein anderes Spiel und in meinem Fall war's halt so dass dazu noch kamen das Job hieß Job soll ja nicht Spaß machen.

00:50:46: Job solls zu machen damit du dein Geld verdient.

00:50:49: Also bei mir kam auch die Abstraktion dazu.

00:50:51: ich kann dir selbst überhaupt gar nicht als mein Beruf nennen weiß macht mehr Spaß.

00:50:55: Also es klingt total blöd, aber so bin ich ein bisschen aufgewachsen und dann hat man das halt im Kopf.

00:51:03: Job ist etwas, was du tun musst!

00:51:05: Das ist nicht etwas, wo du daran Spaß hast.

00:51:07: Also so lange du Spaß dran hast... also ich weiß es erst mal, als ich von auf einer Bühne stand und dann Geld bekommen habe dafür, das war mir ultra peinlich weil hey, es hat mir doch Spaß gemacht für was kriege ich Geld oder?

00:51:18: Aber natürlich ist es deine Zeit!

00:51:20: Du

00:51:20: hast da ganz

00:51:21: viel vorher rein investiert.

00:51:22: Ja, aber daran denkst du in dem Moment gar nicht, weil jetzt ist halt der Spaß gemacht kannst du dafür kein Geld verlangen.

00:51:28: Und das musste ich auch erst lernen durch Künstler, mit denen ich dann so in den Kreis kamen die mir dann gesagt haben hey aber du musst und guck mal so eine kleine für so klein Rechnung schreibst du es so und so und du solltest es auch gleich hinschicken weil im Kulturbereich dort ist man ewig gern bis du dein Geld bekommst.

00:51:46: Also es war dann für mich irgendwie ne große Lehre so wow okay und da muss dich mein Eltern davon erzählen ein bisschen sowieso ein Kind ist zum Amaren sagt Man kann doch Spaß haben.

00:51:55: Ich

00:51:56: habe letztens mit einer Kollegin gesprochen, die jetzt eine Professur hat und das fand ich irgendwie auch total süß weil sie dann so war als ihr das erste mal so ein Lehrauftrag hatte, hat sie dann gemerkt

00:52:05: hey

00:52:06: dass was Sie macht also Ihr Beruf dies?

00:52:08: War ja auch vorher schon selbstständig als Künstlerin Und in der Lehre das macht ihr extrem Spaß das anderen angehenden Künstlern jungen Leuten zu vermitteln und die liebt ihren Job Und es war so schön, wie sie da so begeistert von gesprochen hat.

00:52:23: Dass eben ein Beruf Spaß machen kann und Sie verdient ja mit dem Kunstmachen Ihr Geld und in dem Fall sogar als Professur und gar nicht schlecht

00:52:33: bezahlt.

00:52:33: Das finde ich total skurrier daran eigentlich schon fast bei ... Aber es liegt halt auch viel daran, dass wir diese Einprozentheit sehen sehr viel, also diese einen Prozent hier sind da und guck mal die machen das so und so und guckt mal wieviel die verdienen.

00:52:52: Und keine Ahnung, weil ich glaube ich hatte letztens mit meiner Partnerin darüber wo ich schon fast erschoffiert war, weil was hat er glaubt?

00:53:00: Zwanzig Milliarden hat glaube ich, oder ich sage mal zwanzig Millionen glaub Justin Bieber WM-Finalauftritt bekommen.

00:53:11: Also skurrile Summen, ganz skurrielle Summen... Aber diese einen Prozent kennen wir halt.

00:53:15: Diese, die es irgendwie geschafft haben sich wird sie noch überhaupt nicht absagen also dies geschafft haben aber auch zum Teil sehr skurrile Summ zu bekommen für keinen Riesenaufwand will ich jetzt mal sagen.

00:53:31: Aber ich glaube das ist halt auch ein Teil davon ist zu sagen und so bin ich halt groß geworden okay Wenn du Künstler bist, dann läuft's so.

00:53:40: Das war halt so mein Ding nicht.

00:53:41: Ich war damals zum Beispiel auch immer ein Riesen Jim Morrison Fan.

00:53:44: Und ich habe gedacht, wenn schon das ist Rock'n Roll oder gar nichts?

00:53:48: So bisschen... Das ist aber auch seine Band um alles kämpfen musste.

00:53:53: Geldmäßig und Aufträge und blau.

00:53:55: Aber für mich war es halt so ganz nicht wieder das da oder gar nix.

00:54:00: Es glaubt und es ist für viele Menschen.

00:54:02: Wenn schon du bist da oder ist es halt gar nichts.

00:54:05: Aber so ein bisschen das zu lernen Stück für Stück Stufen zu nehmen und Neues kennenzulernen, neue Sachen.

00:54:12: Und auf jeder Stufe stehen zu können und zu sagen okay wow ist eigentlich cool dass ich hier bin.

00:54:19: Das

00:54:20: hast du schön gesagt!

00:54:22: Ich finde es ist ja auch eine Frage.

00:54:23: also will ich eines von diesen ein Prozent sein weil dann ist das ja auch wieder ne Frage der Marktlogik.

00:54:32: Also natürlich leben wir in einem kapitalistischen System und funktionieren da alle drinnen.

00:54:36: Aber gewisse Dinge will ich vielleicht auch gar nicht mitspielen, weil ich das System grundlegend hinterfrage.

00:54:43: Auch wie viel Geld brauchen Menschen eigentlich zum Leben oder zum Gutleben?

00:54:47: Müssen es für einen Auftritt zwanzig Millionen sein?

00:54:52: Das kann man sich fragen ganz klar!

00:54:54: Es ist halt nur so eine verdäumte Welt.

00:54:57: also das meine ich eben mit diesem Nicht-Erreichbaren... Klischee Hollywood, das wo wir einfach nicht greifen können weil es halt eigentlich auch nur eine Gedankenblase ist.

00:55:07: Es ist auch nicht real diese Leute die dahinter stecken die müssen arbeiten die müssten die haben Verträge vielleicht auch unterschrieben wo sie in ihrer gewissen Freiheit auch eingegrenzt vielleicht wurden.

00:55:16: und also man weiß es ja alles nicht und ich glaube dass es auch kein leichtes Spiel an sich aber ich fand's halt immer so dieses merkwürdige Dahinter dass ich wirklich lernen musste Gerade für mich persönlich, ich glaube so geht es einigen jungen Leuten lernen mit dem zu schätzen was man jetzt schon getan hat.

00:55:39: Was man gerade tut und was vielleicht noch auf einen zukommen könnte also sozusagen sich so ein bisschen mit der wirklichen Realität auseinandersetzen.

00:55:51: Was ist möglich?

00:55:52: Wo bin ich überhaupt?

00:55:53: Was ist in dem Rahmen wo ich bin möglich?

00:55:55: Und hey kummer das habe ich in dieser Sache erreicht Das ist cool.

00:56:01: Und ich glaube, da habe ich so diesen Reiz bekommen das alles auch mit Leuten zusammen zu hinterfragen weil es sehr spannend ist wo jeder wo steht und was er schon so gelernt hat um was nicht und für mich einfach immer noch alles lernen isst weil ich sozusagen noch nicht so lange in diesem Business bin.

00:56:23: Ich bin sagen noch ein bisschen küken Modus Was das betrifft Und ich bin immer noch unter den Flügen von Mirimias unterwegs.

00:56:32: Er schützt mich manchmal ein bisschen, aber ... Aber ich bin halt so neugierig, weil ich so langsam erst mit ... So ehrlich war ich bis jetzt noch nie beim Podcast, aber... Mit meiner Realität eigentlich gerade erst zufriedenschließt und zufrieden bin mit dem wo ich bin und was ich tue und wer ich grade bin In diesem Feld mit anderen darüber zu reden, wo sie grad sind und was die grad in ihrem Leben so tun wie es ihnen geht.

00:57:07: Und finde ich ist ein ganz wichtiger Punkt gerade in der Kultur- und künstlerischen Szene.

00:57:12: Ich finde das sehr wichtig weil vieles dann auch schnell zum Kampf wird für viele.

00:57:16: Weil er könnte mir so einen Job wegnehmen.

00:57:19: Ich finde das gerade in dieser Szene besonders wichtig, weil am Ende geht es um Zusammenhalt und man kann sich gegenseitig helfen.

00:57:28: Man muss nicht im Weg stehen wenn der andere auch mal eine Chance hat.

00:57:33: Das hast du mega schön gesagt!

00:57:35: Und ich finde du hast jetzt gerade sehr viel Totalwichtiges gesagt was mir voll aus dem Herzen spricht.

00:57:41: also zum einen auf dieses Zusammentun komme ich glaube ich.

00:57:45: zum Schluss.

00:57:46: nochmal finde ich ein total wichtigen Punkt.

00:57:49: Ich fand, von dem wie du grad beschrieben hast.

00:57:52: Wie es dir damit geht und ich glaube das ist in jedem so dass man so einen Selbstvertrauen mitbringen muss entwickeln muss also wenn man das hat ein gewisses Grundvertrauen in die eigenen Fähigkeiten dann eben der gehört auch die Akzeptanz dazu von den Stufen wie Du grad gesprochen hast Das würde ich auch so sehen.

00:58:11: hey da wo ich gerade bin das ist gut und das wird schon irgendwie weitergehen.

00:58:16: aber sich dem Ja, darauf zu vertrauen.

00:58:19: Wenn man das kann hilft es extrem viel, das gut annehmen zu können.

00:58:23: die Situation wie sie sind und natürlich auch scheitern Niederlagen absagen Das ist ja auch total.

00:58:29: also was heißt gehört dazu?

00:58:31: ich glaube es gehört zum leben weil ich glaube auch Natürlich lernt man auch aus fehlern oder aus vermeintlichen situationen Die nicht so gelaufen sind wie wir sie uns erwartet haben und damit umzugehen Und damit im ideal fall gelassen umzugehnen flexibel, das ist eine große Stärke wenn man es kann.

00:58:51: Du hast schön gesagt finde ich das Lernen den Aspekt.

00:58:55: also du kannst dich jetzt selber gerade als Küken beschrieben aber ich finde also mir geht's schon so generell darum.

00:59:00: deswegen mag ich den Job auch so.

00:59:03: Ich kann immer wieder was Neues entdecken oder mir ein neues spinnertes Projekt ausdenken und denken hey Gott das finden Leute bestimmt total absurd.

00:59:10: Aber was solls mich interessiertes Total?

00:59:13: Entweder mehr darüber erfahren, will da spielen?

00:59:15: Will da irgendwas

00:59:16: erkunden?".

00:59:18: Ich glaube diese Neugierde, diese Freude hält mich mindestens mental jung und das finde ich ist ein totales Potenzial was dieser Job mitbringt im Vergleich zu anderen wo man dann stuhr immer das gleiche abarbeitet.

00:59:33: Ich habe noch zu dem Punkt Vertrauen Irgendwann auch mal ein Buch gelesen, ich weiß leider die Autorin gerade nicht.

00:59:38: Aber der Thiel ist Your Art Will Save Your Life und ich glaube sie selber ist gar keine Künstlerin aber hat beschrieben wie Sie ihre Kunstfreunde also es ist ein amerikanisches Buch und amerikanische Autorinnen Wie sie ihre Kunst freunde erlebt die dann immer so ja eigentlich mache ich Kunst aber eigentlich arbeite ich als Kellnerin da und dort oder so Und die die so empowern wollte mit diesem buch ey das was du machst ist gut und Ja vielleicht brauchst du noch diesen Nebenjob um aber ansonsten Ey, ich mach Kunst und die Bilder oder was auch immer.

01:00:09: Ich glaube das Gleiche, was wir gerade davor hatten in dieses Selbstvertrauen zu stärken macht deine Kunst und dir rettet dein Leben.

01:00:17: Mindestens auf einer mentalen Ebene hast du einen großen Schatz wenn du so etwas hast oder so ein Zugang zum Leben.

01:00:24: Das ist eine gewisse Form von Kreativität.

01:00:31: Bewusstsein für, ich sag mal so plumptes Schöne im Leben steckt eigentlich in jedem Menschen.

01:00:36: Aber manche Zugänge sind vielleicht verbaut weil der schnelllebige Alltag das nicht mehr so hergibt sich nochmal mit Ruhe und Zeit auf Dinge einzulassen.

01:00:47: Und das ist ein totales Potenzial von Kunst und Kultur.

01:00:50: wo wir auch wieder bei der Einstiegsfrage werden Ja und was du so schön gesagt hast Also Ich arbeite richtig gern Mit Kolleginnen auch zusammen habe ich ja vorhin schon Mal gesagt Ich check z.B.

01:01:03: jeden Monat, welche Ausschreibungen es gibt für verschiedene Formate und wenn ich da Sachen lese wo ich denke das passt total zu der leite ich das auf jeden Fall weiter und so machen wir das auch untereinander.

01:01:15: teilweise also jetzt die letzten zwei drei Male habe ich immer Sachen bekommen wo ich so war ah danke da hab ich mich eh schon beworben.

01:01:19: aber cool dass du an mich gedacht hast.

01:01:21: und bei anderen Sachen ist es so wie hey cool wo hast du das gefunden?

01:01:25: hätte ich selber nicht gesehen oder ich nicht, sondern hey.

01:01:35: Ich hab da vielleicht grad ein Stück vom Kuchen abbekommen und das ist so cool.

01:01:38: Dann versuche ich es zu

01:01:39: teilen.".

01:01:40: Oder irgendwie eine Freundin hat irgendwo einen Lehrauftrag oder eine Professur, dann lädt sie Kolleginnen ein, dass sie mal auch irgendwie einen Workshop-Format geben oder so.

01:01:52: Und so bestärkt man sich ja gegenseitig.

01:01:57: dass das das einzige, wie Leben gut funktionieren kann.

01:02:00: Aber ja, das stimmt!

01:02:01: Das stimmt und ich finde es total schön zu hören, dass es bei euch genauso läuft, weil in unseren Kreisen läuft es genau so, dass wenn irgendjemand eine Förderung sieht die zum anderen passt dann schickt man das weiter und guck mal hier, guckt mal da.

01:02:15: also nicht anders ist eigentlich unser Ufmucker-Prinzip überhaupt groß geworden?

01:02:19: Dass einer von uns dann das gefunden hat diese Förderungen Passt wie Faust aufs Auge und...

01:02:27: Und ich finde gerade so Anträge zusammenschreiben, das setzt nochmal echt andere Energien frei.

01:02:32: Also wenn ich selber einen Antrag schreibe hilft es mir auch mich kurz mal mit einer Kollegin auszutauschen ob das was ich mir da denke Sinn macht.

01:02:37: aber letztendlich ist es trotzdem mein Projektantrag den ich schreipe Ich merke so im Drive mit Freundinnen die also Freundinnen und Kolleginnen sind

01:02:46: Dieses

01:02:47: Eier und dann könnten wir das machen.

01:02:48: Und dann sagt die Andere, aber wir können es ja auch noch so und so machen oder also dann bedingt sich das gegenseitig extrem gut?

01:02:55: Dann hat man das Gefühl, hey!

01:02:57: Also eben, das fühlt sich so leicht an ist gar nicht nach Arbeit an...

01:03:00: Wie freundet ihr euch?

01:03:01: zusammensitzen und ein paar Ideen zusammen und alles austüfteln?

01:03:05: Ja total.

01:03:07: Das haben wir halt auch so ein bisschen, deswegen haben wir dann diese Netzgruppe gemacht.

01:03:12: weil damals bin ich zum Jeremias der das allein gemacht hatte immer diese Hälfte, die wir da immer an unserem Ufmücken verkaufen hat er früher allein gemacht und zusammen.

01:03:22: Und der hatte harte Arbeit.

01:03:23: Der enthunderte von Schriftstellern aus Deutschland manche berühmt da, manche nicht berühmten halt irgendwie geschöpft um das Buch zusammenzukriegen.

01:03:32: Und irgendwann bin ich zu ihm hin und habe gesagt hey, hier sind wir mal ehrlich, das Buch verstorbt im Kughafen.

01:03:40: Lass uns doch so ein Gemeinschaftsding draus machen, lass uns Leute zusammensohn und wir holen verschiedene Leute zusammen und machen so verschiedene Kunstprojekte.

01:03:49: Wo nicht mal was unbedingt mit uns zu tun haben müssen sondern wo wir anderen die Freie Hand lassen aber dass wir sagen das Sprungbrett sind das irgendwelche Kunstprojekt hier stattfinden können und so ist es dann überhaupt das Netz als Gruppe dann entstanden wo wir dann die Anderen alle zugeholt haben dann daraus das Uffmucke entstanden ist und wir andere Sachen so im Hinterkopf haben, was wir machen wollen.

01:04:11: Und darüber immer wieder diskutieren.

01:04:13: Also es ist total spannend weil... Es hört halt nicht auf, weil du bist eine Gruppe und jeder wirft irgendwas rein und es geht weiter.

01:04:19: also es ist wirklich interessant wie ein Zahnrad die sich gegenseitig immer.

01:04:23: Voll!

01:04:23: Das hast Du gut gesagt und ich finde.. Also das habe ich bei euch in der Zeit hier auch irgendwie als total schön empfunden.

01:04:31: Dass ihr so ein Programm auf die Beine stellt teilweise Einfach aus ehrenamtlicher Initiative.

01:04:37: Dann natürlich ist das Interesse, was man selber hat.

01:04:39: irgendwo fließt dann aber auch die eigene künstlerische Arbeit mit ein.

01:04:43: Irgendwo wird man auch mal dafür entlohnt und es ist so ein großes gemeinschaftliches Ding irgendwie.

01:04:48: Das habe ich als...

01:04:50: Also unser Kulturverein der ist schon glaube jeder der dort aktiv mitmacht also einer der großen aktiven ist der viel bedeutet seit schon viel dort Mitglied zu sein und das alles zu machen, weil wie das glaube Christine mal bei deiner Venisage zu irgendjemandem gesagt hat wo ich dabeist stand ist dass sie sie brauchten es.

01:05:17: Weil sonst hätten sie in Tuttling nicht leben können.

01:05:19: Sie sie brauchte irgendwie Kulturveranstaltungen wo sie hingehen können.

01:05:24: Dann mussten sie es halt selber machen, so auf die Art und so ist es bei uns.

01:05:28: Wir haben alle irgendwie jeder in seinem Bereich irgendwas, wo er denkt, dass es trotz mehr geben hier.

01:05:34: Und im Kulturverein gibt's halt diese Plattform.

01:05:38: okay du hast die Idee zeigst du uns... Wenn alle damit einverstanden sind, ziehst du es durch und die meisten sind auf alle Verein verstanden.

01:05:46: Und die anderen helfen auch mit.

01:05:48: also das ist sehr wichtig und sehr interessant daran dass auch wenn's was ist was sie vielleicht nicht aus ihrer Sparte oder aus ihrem... Was Sie lieben und machen Dinges helfen sich trotzdem mit und sind da wenns drauf ankommt.

01:06:00: Ich glaube das ist der große.

01:06:05: Ich glaube, dass so gerade Zusammenarbeit, ob es jetzt ein Verein ist oder eine Privatgruppe spielt.

01:06:10: Das ist in dem Sinne wichtig und auch gerade in der heutigen Zeit finde ich oder das ist mein Gefühl dabei wieder zu merken wir können doch zusammenhalten.

01:06:21: also gerade jetzt wo vieles gespeiten wird und wenn schon du bist A oder B oder keine Ahnung was, sodass es so einen Zusammenhalt gibt Du hast Leute und es funktioniert einfach.

01:06:33: Und du hast ein Zusammenhang, es gibt Reibungen da drin und alles kann passieren.

01:06:37: aber dass er denn sich der Punkt Zusammenheit ist finde ich immer gerade jetzt im Kulturbereich sehr wichtig ob's den finanziellen Aspekt betrifft was in der Gruppe ja auch dazu gehört genauso wie der persönliche und künstlerische oder kreative Austauschheit irgendwie eine Zusammenhalt da ist

01:06:56: Auf jeden Fall.

01:06:57: Also ich denke auch gerade um so eine Zersplitterung oder superindividualisierung entgegenzuwirken, ist so ne Gruppe in welcher Form auch immer also sei es ein Wohnprojekt wo man zusammen den wohnen realisiert oder ein kulturprojekt oder was echt ein politisches arbeitskontexting was wo man nicht alleine da steht und ich glaube das für mich ist es essentiell im leben Gemeinsam sind wir immer stärker, egal in welchem Punkt.

01:07:26: Und sei es dass die Umstände total wiedrig sind aber man sich also dann einer grad ein bisschen hoffnungsfroher ist und den anderen mitnehmen kann indem das es gerade sich eigentlich alles scheiße anfühlt und total aussichtslos.

01:07:40: und ja was also da auch du sagst sprachs grad von christine finde ich ein super relevanter punkt ist.

01:07:47: natürlich kann nicht meckern dass irgendwas nicht passiert oder irgendwie unzufrieden mit irgendwas sein.

01:07:57: Das zieht auch Energie und vielleicht sogar mehr, ich glaube es kommt weniger zurück wenn man nur meckert weil da kann ja nichts passieren als wenn man dann sagt okay das fehlt mir na dann muss sich halt weiß ich nicht mich auf den Hosenboden setzen die Arschbacken zusammen kneifen und das machen.

01:08:14: also ob nun alleine oder eben dann eine Gruppe Leute suchen die Bock haben mitzumischen was auch immer um dann Dinge zu realisieren.

01:08:22: und dann sind wir bei so einem Punkt Selbstwirksamkeit, wenn man das fühlt.

01:08:27: Das bestärkt ja auch unglaublich letztendlich dann auch wieder dass selbstvertrauen wird gestärkt und ich denke manchmal es gibt so viele Menschen die meckern über irgendwas und sich irgendwie nicht aufraffen können irgendwas zu starten.

01:08:46: Das können ja auch ganz klein sein, aber wo die inneren Hürden so groß sind... Ich glaube so groß müssen sie gar nicht sein, weil man einfach eben auf der Stufe, auf der man gerade ist anfangen würde was zu machen und dann merkt hey das macht der Spaß oder ah krass okay vielleicht habe ich jetzt auch grad echt weniger Zeit die Wäsche noch zu waschen und die Küche zu putzen, aber dafür habe ich heute den ganzen Nachmittag irgendwo gestanden und eine Decke abgeschliffen.

01:09:11: Und jetzt haben wir einen Partyraum zusammengeschaffen oder so?

01:09:15: Wow!

01:09:16: Das setzt andere Energien frei.

01:09:18: Ja ganz andere Energieren.

01:09:20: Und Stärktheit wie du auch immer gesagt hast ist Hepsvertrauen und das an sich und anderen glauben.

01:09:27: Ich glaube es ist ein wichtiger Punkt dahinter Und ich würde eine Abschlussfrage ist und die setzt auch wieder sehr speziell, und die kommt spontan.

01:09:36: Die wollte ich extra vorhin nicht sagen.

01:09:37: Aber was für ein oder gibt es einen besonderen Tipp für dich wo du an junge Kultur- und Kunstschaffende richten könntest wenn jetzt jemand vor dir stehen würde?

01:09:50: Als Tipp im Sinne von Wenn du das beherzigst könnte es vielleicht laufen.

01:09:57: Ja von vielleicht etwas dass du schon gelernt hast Weil einen speziellen Tipp geben ist immer schwierig, weil es sind zwei verschiedene Leben.

01:10:07: Aber so was Generelles, das du so mitbekommen hast für dich oder für dich gelernt hast – was du glaubst?

01:10:15: Das ist ein wertvoller Schatz auch für andere, das zu wissen!

01:10:23: Das sind vielleicht, oder spontan fallen mir so zwei Sachen ein.

01:10:25: Ich bin für mich rückblickend total froh, dass ich erst mal eine Berufsausbildung gemacht habe noch einen Jahr und ein halbes Jahr reisen war und noch ein halbis Jahr gearbeitet hab um so'n bisschen größer zu werden als jetzt mit achtzehn, vielleicht mit dem Abi fertig.

01:10:41: Da kann man sich zwar vor wie die ganze Welt liegt einem zu füßen Und man fühlt sich auch irgendwie groß aber eigentlich ist man schon noch ganz schön klein.

01:10:48: also ich glaube man kann natürlich auch da schon eine gereifte Persönlichkeit sein, aber ich finde es so ein bisschen Lebenserfahrung zu sammeln überhaupt nicht verkehrt.

01:10:57: oder im Gegenteil würde das auch jungen Menschen raten ihr habt nichts zu verlieren.

01:11:01: Ihr habt keine Zeit zu verliern.

01:11:03: was sind diese einen oder zwei Jahre die du später mit dem Studium anfängst?

01:11:06: Das ist total egal und Du hast bestimmt andere wichtige Erfahrungen in der Zeit gemacht.

01:11:13: vom Werdegang von finanziellen ist es immer total sinnvoll ersten Ausbildung zu machen unter nach einem Studium weil so rum Du machst so einen höher qualifizierten Abschluss und kannst unter Umständen besser andere finanzielle Förderungen abgreifen.

01:11:28: Wenn du ersten Schulungen gemacht hast, dann merkst scheiße ich hätte jetzt doch gern lieber die Schusterausbildung würde dir niemand mehr deinen Schusterausbildung finanzieren wenn du schon Bachelor in Psychologie hast weil hey ne ist einfach nicht.

01:11:41: Insofern das ist so ein Punkt Und der andere ist, also gerade jetzt aus meinem Studium, aus der Laufbahn heraus betrachtet auch schon während des Studiums so ein bisschen eine Perspektive dafür zu gewinnen oder eine Vorstellung davon.

01:11:58: Das kann sich ändern in der richtigen Realität danach.

01:12:00: aber

01:12:01: wie

01:12:02: kann das Berufsbild dann tatsächlich aussehen?

01:12:05: Oder wie kann ich es mit Leben füllen?

01:12:07: und eben da viele Leute fragen, erfahrenere Leute fragen.

01:12:11: Also mache ich jetzt immer noch wenn ich Kolleginnen treffe die zehn, fünfzehn Jahre älter sind als ich frage ich her wie ist das bei dir?

01:12:16: Wie verdienst du eigentlich dein Geld?

01:12:20: Du hast eine Profisur.

01:12:21: ach du nicht!

01:12:21: Du hast dich bewusst gegen eine Profi entschieden.

01:12:23: auch spannend und da so die unterschiedlichen Motivationen zu hören um dann mit mir abgleichen zu können was will Ich?

01:12:30: ist das was ich mir vorgestellt habe was ich will immer noch des Was ich gerade will oder vielleicht was nachjustieren?

01:12:36: würde ich etwas ändern?

01:12:38: Ja, so.

01:12:39: Und die Möglichkeit gibt's immer?

01:12:41: Also auch nicht zu engster und offen sein, dass sich Dinge ändern.

01:12:44: Sehr gut gesagt ja!

01:12:46: Das ist auch sehr wichtig weil dann denkst du ja ich mach das jetzt und so und so, und dann baust du dir ein Plan, sondern dann bist du sehr eng stürmig und am Ende sitzt man irgendwie zwanzig Jahre später da und fragt sich wie hat es?

01:12:58: ja, warum hat es jetzt nicht funktioniert?

01:13:00: Ich hatte doch den perfekten ausgereiften Plan dafür sozusagen aber... ...das läuft halt meistens nicht so.

01:13:06: also mein Erfahrung ist nie so wirklich, dass ich... Also das was ich vor zehn Jahren hätte sagen wollen, was ich jetzt bin.

01:13:16: Bin ich nicht!

01:13:17: Aber das macht mich auch nicht unglücklich weil ich irgendwie gelernt habe flexibler zu sein mit dem wie ich wohin komme und wie ich Sachen mache.

01:13:26: halt irgendwie einfach akzeptieren, dass das Leben so ein bisschen spontan noch ist.

01:13:32: auf

01:13:32: jeden Fall da bin ich ganz bei dir

01:13:34: Das kannst du dann zum Teil halt nicht planen, weil Leute dann plötzlich kennen das.

01:13:38: Du bist irgendwo unterwegs und plötzlich nennst du jemanden kennen und dann ändert sich auch alles.

01:13:42: Und ich finde da ist eine... Also wenn man diese Flexibilität mitbringt – und ich glaube, da war ich am Anfang auch – also natürlich bringe ich ein gewisses rationelles Denken mit oder eine Planung von….

01:13:52: Da fokussiere ich mich hin.

01:13:54: aber es gibt immer irgendwie Türen die sich plötzlich auftun Und dann vielleicht kurz abgleichen, passt das jetzt?

01:14:01: Ah ja.

01:14:02: Klar!

01:14:02: Dann schlag ich den Weg erst mal ein oder so und mir fehlt da jetzt gerade so'n Bild von Paul Kleder zu einen Das heißt Hauptweg-und Nebenwege Da gibt's in der Mitte halt diesen einen, der zum Ziel führt und daneben ganz viele andere die auch zu dem Ziel führen aber viel verschachtelter sind.

01:14:21: Also für mich ist es so die Maxime im Leben.

01:14:24: Ich glaube es gibt eh nicht nur diesen einen Weg.

01:14:28: Ja, flexibel offen.

01:14:31: Das macht einen glaub ich leichter.

01:14:32: also wenn man das kann von Plänen abzuweichen und dann nicht gefrustet ist Wenn man damit einer gewissen Leichtigkeit eh durchs Leben geht Dann hat man da glaube ich viel mehr davon.

01:14:48: Ich muss sagen, ich fand das gerade sehr rührend.

01:14:52: Aber aus einem speziellen Grund.

01:14:54: Ich weiß nicht warum und habe es immer noch nicht rausgefunden.

01:14:56: Es ist jetzt eigentlich nichts mit dem Thema zu tun, aber ich muss es loswerden!

01:15:01: Ich habe so eine Nebenmission in meinem Leben gefunden.

01:15:05: Ich will herausfinden, warum mir ständig Paul Klee begegnet?

01:15:09: Ob jemand davon spricht oder ich Bilder von ihm sehe, die mich irgendwie reizen.

01:15:13: Also ich suche ihn nicht aktiv sondern... Taucht plötzlich was von ihm auf.

01:15:18: Ich habe immer wieder tauchen, seine Engelbilder in meinem Leben auf und ich fand die immer super.

01:15:23: also jedes wo ich gesehen hab dann...ich bin ein Fan aber ich habe nie nach seinen Sachen gesucht oder irgendwie sondern es kam immer irgendjemand oder irgendwie kam's auf mich zu.

01:15:33: ist so eine Side-Quest von mir dass sich rausfindet warum er mir immer wieder begegnet

01:15:41: weiter nachforschen, warum das so ist oder du kannst dich einfach freuen dass es so ist und das annehmen.

01:15:48: Und also ich finde auch Paul Klee hat unglaublich viel zu geben.

01:15:53: Also ich finde da immer wieder... wie sagt man?

01:15:59: Das bestätigt mich in meiner eigenen Sicht auf die Dinge oder aufs Leben und das finde ich ist ja auch das Schöne als ich meine der ist verstorben inzwischen klar.

01:16:06: aber von unseren Vorfahren lernen.

01:16:11: Ich meine, wir sind alle Menschen gewesen.

01:16:13: Wir haben uns mit mehr oder weniger ähnlichen Fragen beschäftigt.

01:16:17: Ja?

01:16:19: Also Erfahrung muss man immer selber machen und man kann nur daran wachsen wenn man die selber gemacht hat.

01:16:24: aber bei gewissen Dingen kann es schon hilfreich sein oder ein Bestärken in vielleicht auch einem schwierigen Weg der noch nicht so begangen ist wie gemeingängig vorgegeben habe.

01:16:35: Das stimmt ja!

01:16:36: Man kann immer von irgendwie egal von wem eigentlich lernen.

01:16:40: Das finde ich das Interessante dran.

01:16:42: Auch grad von Leuten, denen man so einen schweren Zugang zu hat, findest du mir... Ich weiß nicht ob Sie auch schon aufgefallen sind aber es gibt so viele Leute wo ich irgendwie mich schwer tu mit ihnen zu reden weil sie mich irgendwo triggern können.

01:16:56: Wo ich weiß muss nur sowas sagen und ich kann dich mehr an mir halten.

01:17:01: Aber wenn man dann merkt man irgendwann später oh ich habe sehr viel von diesen Menschen eigentlich gelernt über mich weil es ja häufig auch viel über uns erzählt, was uns an andere stört.

01:17:11: Auf jeden Fall so, hey was hat mich da getriggert?

01:17:14: Warum eigentlich?

01:17:14: und wenn ich dann anfangen zu reflektieren, merke ich so, ahja...

01:17:18: Also ist total interessant!

01:17:20: Das hatte ich auch mit meinen Eltern letztens oder das heißt letztens aber jetzt von dem letzten Jahr halt, wo ich eine ganze Weile nicht mehr zu Hause gewohnt hatte Und ich bin hergezogen und es hat sich alles hier so gefestigt.

01:17:34: Ich habe gemerkt, ich brauche diesen Sicherheitsanker von meinen Eltern des Hauses nicht mehr.

01:17:41: Und ich mich davon emotional auch mehr getrennt hab und dann zu denen zu Besuch bin.

01:17:48: Zum Beispiel hatte ich immer Schwierigkeiten mit meinem Vater aber jetzt nicht bösartig Schwierigkeit.

01:17:54: Aber halt irgendwie hatte er mich schnell genervt wie man gerne sagt Und jetzt sitze ich da oder saß ich dann da und er hat gedacht, oh.

01:18:05: Ich reagiere genauso wie er.

01:18:07: Eigentlich habe ich sehr viel von ihm.

01:18:11: Er hat mich früher genervt, sehr interessant.

01:18:15: Also so zu sehen dass sich sozusagen mit Abstand bei ihm betrachten kann.

01:18:23: okay es ist mir eigentlich sehr ähnlich.

01:18:25: Mittlerweile ist auch zum Riesen Joker geworden das meine Partnerin sagt Oder mein Vater irgendwas sagt, wir sind mit denen unterwegs.

01:18:33: Mein Vater sagt was und sie mich dann anstürbt und sagt...

01:18:36: Was bist du?

01:18:38: Aber ich glaube so ist es auch gerade, da wollte ich nur ganz kurz zurückkommen auf diese Zusammenarbeit.

01:18:47: das ist mir irgendwie sehr wichtig bei gerade den Kultur- und Kunstbereich dass es auch da ein Riesenlernprozess ist so über sich selber viel zu lernen.

01:18:57: weil ob du jetzt Kunst allein machst oder mit Leuten zusammen jetzt mal angenommen, ihr habt ein Zusammenprojekt.

01:19:06: Oder allein ist es häufig... Du alleine könntest dich wenn's drauf ankommt halt immer noch da sozusagen nee da will ich nicht hin, da blockiert mich was.

01:19:18: also du kannst aber wenn in der Gruppe irgendwie an so einem Thema arbeiten und merkt das blockiere dich was die anderen wollen trotzdem daran weiter Doktor.

01:19:24: Dann musst

01:19:25: du dich damit mehr konfrontieren ne?

01:19:27: Ich glaube, das kann zum Teil aus sehr selbsttherapeutisch sein.

01:19:33: Aber nicht auf eine psychologische Art, aber auf eine Art von Hemmung.

01:19:38: Spannend was gerade mit mir so ist und... Ich habe

01:19:41: gerade in dem, was du gesagt hast auch so gedacht.

01:19:42: also ich finde schon die Qualität des Alterns ist auf jeden Fall bei mir dass ich gelassener werde oder Dinge auch schon so denke.

01:19:49: okay ich muss es nicht mehr ganz so durchdrücken wie ich vielleicht mal gedacht hab und so eine gewisse Milde walten lassen kann dann auch wieder aufs kollektive Zusammenarbeiten betrachtet.

01:20:01: Ich habe vielleicht eine Vorstellung, wie ich denke das es gut sein könnte und merke dann im Gespräch mit anderen die andere Idee ist ja auch gut.

01:20:09: oder vielleicht also entweder ich werde bestärkt es gibt sämtliche Szenarien und dann so stimmt dass es auch also dann von dem eigenen abzuweichen oder eben in was zu denken wo man selber noch gar nicht hinkam weil man da seine blinden Flecken hat oder wie auch immer, was die Gründe dafür sind.

01:20:31: Und dann zu merken hey cool das geht ja und es geht an Punkte, da wäre ich selbst nie darauf gekommen oder wäre ich nicht so hingegangen?

01:20:37: Das finde ich schon

01:20:39: gut.

01:20:39: Ja ist total spannend aber ich glaube wir haben das meiste gut durchgebracht was es gehen solltchen und das ist ein Thema wo dass man unendlich kutschen können.

01:20:51: Ich hatte mal den Moment wo ich Aber ich muss da ein bisschen auch an mich denken.

01:20:56: Es ist immer sehr viel Material, wo ich mir dann irgendwie anhören muss.

01:21:00: und wenn man dann seine eigene Stimme ausständig hört... Man gewöhnt sich dran in dem Business aber man will es jetzt nicht dauerhaft hören.

01:21:09: Aber dann wollte ich mich bedanken erstens dass du überhaupt hier warst bei mir diesen Podcast mit mir aufnimmst.

01:21:17: zweitens das du das Stipendium gemacht hast die tolle Ausstellung die ich wirklich sehr teufern.

01:21:24: Und dafür, dass du so offen eigentlich warst die ganze Zeit und mit jedem gequatscht hast und immer ansprechbar warst und versucht hast es jedem zu gerecht zu werden in Tuttlinge... Und man muss sagen, du bist ja auch in einem verrückten Haushalt gewesen.

01:21:41: bei Christine und bei Andreas kann's sehr kaotisch sein!

01:21:47: Also ich kann den Dank echt nur zurückgeben.

01:21:51: Ich finde, du hast gerade so gesagt jedem gerecht machen.

01:21:54: Das klingt so als hätte ich mich verstellen müssen.

01:21:56: das war es überhaupt nicht.

01:21:58: also ich bin echt sehr offen hierher gekommen habe viel aufgesogen wie ein Schwarm und eine richtig große Freude dabei gehabt.

01:22:05: deswegen war es für mich einfach eine unglaublich bereichernde Zeit und ich habe mich wirklich auch sehr gefreut, als du mich gefragt hast ob ich mit dir den Podcast aufnehmen will.

01:22:14: Und war auch so ein bisschen hey was soll ich denn dazu überhaupt sagen?

01:22:17: Ich weiß gar nicht ob ich zu dem Thema sprechen kann.

01:22:19: Hab die Folge mit mir gehört und war so wow der kann aber echt reden.

01:22:25: Den ich natürlich auch vorher schon kennengelernt hab und nicht nur über die Folge aber ja fand ich total schön.

01:22:32: danke und auch Danke fürs zeigen dieses wunderbaren Ort ist Ich bin ganz begeistert.

01:22:38: Ja, er ist spezieller.

01:22:39: Er hat Vor- und Nachteile aber wir leben mit beiden sehr gerne vor und nachteilen.

01:22:47: Ja ich meine das hat ja dann auch wieder jedes Leben?

01:22:50: Ja

01:22:50: genau das ist das Prinzip also... Aber es ist ein spezieller Ort der mich auch sehr viel gelehrt hat.

01:22:57: Sehr viel!

01:22:58: Ich kam hierher um war anfangs mit sehr viel sehr frustriert und war alles andere jetzt cool drauf eigentlich.

01:23:07: Es lag auch an der Zeit von mir, weil ich da viel durch hatte.

01:23:14: Ich war jetzt kein Alkoholiker aber aufgehört habe mit Alkotrinken und auch keinen Gras mehr geraucht hab dann um das ein straight werden wollte was das betrifft und dann war es Anfangs ein bisschen schwieriger mit Flexibilität und

01:23:30: umzugehen.

01:23:31: Ja, ich kam aus einem Solo-Leben eigentlich in einer Junggesellenwohnung wo halt meine Struktur war sozusagen.

01:23:40: Aber es ist wirklich ein toller Ort und ich bin auch dankbar für Alet und die Jungs das sie mich aufgenommen haben und mich auch akzeptiert haben in schwierigen Zeiten.

01:23:51: Und gerade für die Jungen war ich ein fremder Typ der herkam und plötzlich dann gestritten hat und keine ahnung.

01:23:57: also es ist aber wir haben schon viel zusammen durch.

01:24:00: das hat uns auch zusammengeschweißt irgendwie alle jetzt und Deswegen bin ich auch sehr dankbar dafür.

01:24:07: Aber vor allem bin ich erst mal dankbar für dein komm, deine zeit Und ich hoffe wir sehen uns.

01:24:14: Wir sehen uns zwar heute Abend wieder aber auch nachdem du wieder weg bist dass man sich irgendwo Mal über ein Weg läuft.

01:24:22: Also deswegen

01:24:23: mir sehr gerne oder

01:24:25: Wir kommen mal nach Leipzig.

01:24:26: Ich würde sagen, wir sind ein Netzwerk oder vernetzt miteinander.

01:24:30: Die räumliche Distanz ist viel größer als hier vor Ort bei euch untereinander aber irgendwie ... Da hat man auch noch wie so'n Satellit?

01:24:38: Wer weiß wofür das gut ist und wo man sich anknüpft?

01:24:42: Sei es nur der Besuch!

01:24:44: Man besucht sich gegenseitig weil er einen Disafreut.

01:24:47: Oder daraus entstehen auch wieder künstlerische Zusammenarbeiten.

01:24:50: Ich glaube, das kann total...

01:24:51: Ja, das ist das Wichtigste dahinter, glaube ich, dass man sich weiter vernetzt.

01:24:58: Und was du gerade noch von dir persönlich beschrieben hast?

01:25:00: Also, Herr Brauskehrte wurde es hier sehr offen empfangen.

01:25:03: Aber du hast – ich weiß nicht ob du das schon immer mitgebracht hast aber auf jeden Fall jetzt auch bist du genauso offen und zugänglich!

01:25:12: Du hast mich hierher eingeladen, aber wir haben uns vorher im KUKAF gesehen.

01:25:17: Das habe ich bei vielen von euch so wahrgenommen.

01:25:21: Hey, schön dass du da bist!

01:25:23: Was machen wir jetzt zusammen?

01:25:25: Oder wollen wir ... Erzähl doch mal!

01:25:27: Das ist ein total tolles

01:25:28: und

01:25:29: sehr schöne aufgeschlossene Art.

01:25:31: Wir sind ein sehr neugieriges Spektrum an Leuten hier im Umgebung wo kulturmäßig arbeiten und zusammenarbeiten.

01:25:43: Aber vor allem habe ich es auch wirklich nochmal neu gelernt durch mein Leben hier.

01:25:49: Aber auch für Disziplinen, die ich mitgebracht habe.

01:25:52: und ich brauche viel, ich muss Sport machen und ich muss täglich meditieren damit ich einfach in meinem Selbst bin irgendwo jetzt nicht esoterisch gemeint oder was?

01:26:05: Ich verstehe

01:26:05: voll, was du meinst

01:26:08: Und halt dann auch also vor wem ich immer noch begeistert bin als meine Partnerin wie offen sie ist.

01:26:13: Sie sehr sehr sehr offen.

01:26:16: Früher sind hier Leute ein und ausgegangen, ein und ausgegangen immer wieder.

01:26:22: Also siehst du da habe ich viel lernen dürfen.

01:26:27: Schön wenn du das auch so annehmen kannst!

01:26:30: Ich versuche mal mein Bestes.

01:26:33: Es hat mir riesen Spaß gemacht.

01:26:35: Danke.

01:26:36: Vielen Dank.

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